Allgemein

Schritt für Schritt

Auch wenn es auf dem Blog gerade etwas ruhiger geworden ist, ist das kein Grund zur Sorge. Ich bin noch da.

Ich brauche derzeit einfach viel Zeit für mich selbst, um zur Ruhe zu kommen, einigen Projekten (oft auch gedanklich) anzugehen, so manches fertig zu machen oder anzufangen und gesundheitlich mich wieder irgendwie in die Balance zu bringen. Die letzten 2 Monate waren wieder extrem anstrengend, nicht nur körperlich.

Zwar kann ich wieder etwas besser essen (für meine Verhältnisse), aber dennoch verliere ich weiter an Gewicht (im Moment bewege ich mich zwischen 63-64kg, etwas Spielraum gibts also noch). Es gibt Tage da halte ich es, aber dann gehts wieder ein Stück runter. Mein Oberkörper sieht richtig ausgezehrt aus, darunter leidet leider auch meine Oberweite, dafür hab ich aber trotzdem noch genügend „Sitzfleisch“. Tja, man kann es sich halt so nicht wirklich aussuchen, wo man das Gewicht verliert… Ich nehms wies kommt und mach das Beste draus.

Ja, ich seh müde aus.

Die Bad-/bzw. Toilettengänge sind dennoch weiterhin bei 5-20x am Tag (oft auch abends oder nachts hindurch), oft in Verbindung mit einem Blähbauch (bin ja froh, wenn ich – so seltsam es klingt – pupsen kann, ohne dafür aufs Klo rennen zu müssen, denn DAS ist mega anstrengend und kräftezehrend). Die Nächte sind eigentlich immer durchwacht, dass heisst ich steh so alle 1-2 Stunden auf, dackel ins Bad und lieg dann meist wieder auf der rechten Körperseite, um ja nicht gleich wieder aufstehen zu müssen. Dreh ich mich auf den Rücken oder mal nach links, machte es gluck*gluck und ich muss wieder laufen… Zum Glück ist derzeit kein Blut dabei.

Meine Diagnose von der letzten Darmspiegelung lautet ja:


„4/5 des Dickdarms vernarbt „ausgebrannt“, Subtotale CU bis Mitte Ascendens, Mayo 2 (Mukosa stark gerötet, Gefäßzeichnung vollständig aufgehoben, deutlich verminderte Belastbarkeit (deutliche Blutungsneigung), Erosionen), Verlust der Haustrierung (Ausbuchtungen), Polyp entfernt.“

Da diese 4/5 des Darms irreversibel zerstört sind, und die Funktion des Dickdarms: „dem Speisebrei das Wasser zu entziehen und ihn somit einzudicken“ größtenteils verloren gegangen ist und er zudem durch den Verlust der Ausbuchtungen eher einer großen Rutschbahn gleicht, ist es für mich selbst nur logisch, dass der Speisebrei flüssiger und sehr viel schneller den Dickdarm passiert und ich dadurch viel öfter aufs Klo muss als jemand ohne diese Form der CU. (Leider ist dadurch auch ein großer Teil der Darmflora und dadurch des aktiven Immunsystems weg)

Also muss/werde ich damit leben und mich somit mit meinem Leben an diesen Umstand so gut es geht anpassen. Was auch heisst, das ich so, mit großer Wahrscheinlichkeit kein „normales“ Leben in dem Sinne von, einfach spontan wegfahren / ausser Haus gehen und Essen was ich will / wieviel und wann ich will, mehr führen werde können. Hab ich somit akzeptiert. Ebenso wie die ganzen körperlichen „Nebenwirkungen“ (Müdigkeit, Kreislaufprobleme, etc.).

Doch ich bin auch der Meinung, das uns das Leben nie Aufgaben gibt, welche wir nicht irgendwie bewältigen können.

Somit baue ich mir mein Leben so auf, dass ich damit irgendwie umgehen kann und gestalte es so, dass ich zumindest hier in meinem Umfeld (von zuhause aus), etwas „Leben“ kann und auch etwas Glück und Freude für mich finden kann, auch wenns nur im Kleinen ist.

Ich nehme mich so an wie ich bin.

Ich akzeptiere die Umstände.

Und ich gebe nicht auf!

Daher freue ich mich gerade um so mehr, über meine ersten eigenen Visitenkarten!

Liebe Grüße und bleibt alle schön gesund!

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