Allgemein, Leben

Emotionen

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Emotionen, manchmal sind sie Freund, manchmal Feind!

Emotionen sind ein sehr wichtiger Teil in unserem Leben und beeinflussen unser Sein, unser Tun und unser Denken in hohem Maße.

Wie oft lassen wir uns bei Entscheidungen oder Ereignissen von unseren Emotionen leiten?

Selbst als Kopfmensch, regt sich das Bauchgefühl, wenn auch auch leise.

Ist man frisch verliebt kann man vor lauter Glücksgefühlen Bäume versetzen und findet die Kraft um noch so große Hürden zu überwinden. Sie lassen einen regelrecht fliegen!

 

Abnehmen und Sport treiben?

Kein Problem! Umziehen? Na klar, mach ich sofort!

 

 

Wird man leider wegen eines schlimmen Vorfalls von Traurigkeit geplagt oder meldet sich eine Depression, dann kann man in die tiefsten Tiefen stürzen, man verzweifelt und glaubt es gäbe nie wieder Licht am Ende des Tunnels.

 

Ich wurde verlassen!

Ich bin an allem schuld!

Die ganze Welt ist gegen mich!

 

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In dieser Zeit wird man von Gefühlen regelrecht überflutet. Gleich einer Welle rollen die Gefühle und Emotionen über einen hinweg, verschlingen einen und reissen einen entweder hinab.

Jeder kennt das, mal auf die eine, mal auf die andere Weise.

Doch wie kann man diesen Emotionen nun begegnen, so dass sie einem persönlich nicht die Kontrolle nehmen?

Das ist schwierig, aber nicht unmöglich.

Die gute Nachricht lautet, es ist ein „Jetzt“ – Zustand und kann sich von heute auf morgen auch wieder ändern. Selbst wenn man das in diesem Moment nicht glauben mag.

Zwar wünscht sich niemand, dass die „Verliebtheit“ endet, aber sie ändert sich. Im günstigsten Fall verwandelt sie sich in eine Art von Vertrautheit und in liebevolles Wohlwollen, in Akzeptanz und Kompromissbereitschaft beiderseits – in Liebe. Ein gemeinsames Leben.

Wenn nicht, folgt oft Schmerz, Unwohlsein und vielleicht auch Trennung. Spätestens dann, wenn wirklich nichts so läuft, wie man es sich für sich selbst oder der anderen  wünschen würde.

Das schmerzhafte und traurig/depressive Phasen jedweder Art verschwinden, das wünschst sich wohl jeder. Wer das schonmal erlebt hat, kennt das. Oft vergehen sie auch von alleine. Doch wenn nicht?

Hier ist es wichtig zu wissen, dass man damit nie alleine ist. Leider hat man in diesen Phasen oft eine Form von Scheuklappen auf und nur einen sehr begrenzten und verzerrten Radius was Wahrnehmung und „Realtität“ angeht. Die eigenen „negativen“ Gedanken sind das Maß aller Dinge für den Moment. Positives und helfendes übersieht man hier allzu leicht, obgleich es da ist.

Viele scheuen sich auch davor Hilfe zu suchen oder anzunehmen. Doch gerade dies kann dabei helfen wieder Atmen zu können. Sei es bei Gesprächen mit Freunden/Familie oder mit psychologischer Hilfe/Therapie. Bei schweren Depressionen würde ich sehr zu einer Therapie durch geschultes Fachpersonal raten.

Man darf sich helfen lassen und muss das nicht alleine bewältigen. Das ist schon ein sehr guter Schritt nach vorne, ein Schritt hin zum Licht.

 

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Wird man akut von solchen Gefühlen überwältigt ist der erste Schritt erst einmal tief und langsam ein- und aus zu atmen.

Das eigene Leben im JETZT zu spüren. Wahrzunehmen was gerade ist.

Den Fokus auf das Hier und Jetzt richten und die Aufmerksamkeit auf etwas einfaches  lenken z.B. einen Baum vor dem Fenster der sich im Wind hin und her bewegt oder auf den Schein einer Lampe.

Statt dessen verfallen Menschen meist jedoch in ein Gedankenkarussell aus Grübelei und negativen Emotionen und Ängsten.

Hier gibt es jedoch sehr viele Techniken, welche einem wieder etwas Leichtigkeit ins Leben bringen können und für jeden ist etwas dabei. Man darf sich ruhig Zeit nehmen um das passende für sich zu finden. Probiere ruhig alles einmal aus und nimm das, was sich für dich passend anfühlt, wo du dich wohl fühlst.  Dies ist auch nur eine kleine Auswahl von den zig Möglichkeiten die einem zur Verfügung stehen.

Meditation

Yoga

Achtsamkeitstraining

Vergangenheitsbewältigung (durch z.B. inneres Kind heilen, Loslassrituale)

Hobbys wie Sport oder Musik (diese rufen Glücksgefühle hervor)

Tee trinken und ein gutes Buch lesen

 

Im weiteren Zuge kannst du für dich einmal überlegen, was genau die negativen Gefühle auslöst. Woher sie kommen.  Sind sie vielleicht in deiner Kindheit verwurzelt?

Und dann überlege einmal was diese „negativen“ Gefühle für dich POSITIVES bewirken.

Ja, du hast richtig gelesen.

Im Grunde sind negative Gefühle und Reaktionen Schutzmechanismen. Sie dienen uns, in dem sie uns vor etwas schützen wollen, vor dem wir im Grunde vielleicht Angst haben.

Bleiben wir z.B. einmal bei dem Thema „Angst vor dem verlassen werden“.

Es besteht die Angst davor, der geliebte Mensch könnte uns verlassen. Das ist die konkrete Angst.

Was oft zu den negativen Gefühlen wie Eifersucht, Kontrollzwang und dem Hinterfragen des eigenen Selbstwertgefühls führt.

Auch wenn wir das garnicht wollen, aber mit dem Gefühl der Eifersucht versuchen wir diese (für uns) ungewisse Situation ( der Partner könnte fremdgehen) unter Kontrolle zu bringen. Wir wollen den Partner und die Situation genau kennen und steuern. Das ist der Schutzmechanismus. Wir wollen uns vor dem möglichen „verlassen werden“ schützen.

 

Doch damit machen wir das ganze nur noch schlimmer und oft wissen wir das sogar im Vorfeld. Dann endet es meist  in einem Teufelskreis und es steigert sich in irgend einer Form auch noch (Kontrollzwang).

Das dem Partner das „mangelnde“ Vertrauen auf dauer dann missfällt kann man sich denken.

 

Doch wie damit umgehen?

Der wichtigste Punkte, wenn die Eifersucht in einem hochkriecht, erst einmal tief durchatmen – schließe die Augen.  Akzeptiere das du eifersüchtig bist, aber steigere dich nicht hinein.  Sage STOP!

Sprich dir selbst immer wieder die Sätze vor:

 

„Danke liebe Eifersucht für deinen Schutz und dass du mir zeigst, wie sehr ich xy liebe. Doch ich brauche dich im Moment nicht. Alles ist gut. Ich vertraue xy von ganzem Herzen. Ich liebe ihn/sie.“

Das mag auf den erste Blick banal wirken und sich im Widerspruch mit unseren Gefühlen befinden, aber um so öfter wir das in diesen Momenten praktizieren, um so schneller und einfacher nehmen wir der Eifersucht den Wind aus den Segeln und wandeln sie um in Vertrauen. Natürlich kannst du die Sätze an deine Situation/Wortwahl noch anpassen. Sie sollte aber positiv der Eifersucht gegenüber formuliert werden.

Jede derartige Situation, die wir so überstehen, gibt uns positives Feedback und stärkt unser Vertrauen.

Das lässt sich mit vielen anderen negativen Gefühlen und Emotionen durchführen.

Finde die richtigen Worte für deine Gefühle.

 

Wie möchten sie dir helfen?

Wovor schützen sie dich?

Und brauchst du sie immer noch?

 

Natürlich kannst du die Sätze an deine Situation/Wortwahl noch anpassen. Sie sollte aber positiv der Eifersucht gegenüber formuliert werden.

 

Ich wünsche euch eine wundervolle Woche!

Signarita

Ein Gedanke zu „Emotionen“

  1. Toller Beitrag! Das Wissen darum, dass unerwünschte Emotionen vorübergehend sind, hat mir unfassbar geholfen, als dann irgendwann diese Erkenntnis kam. Erstaunlich, wie man sich manchmal ewig mit negativen Gefühlen herumschlägt, sie bekämpft, diese doch dann erst gelöst werden können, wenn sie akzeptiert und angenommen werden. Plötzlich kann man sich wieder anderen Dingen zuwenden.

    Du schreibst, dass auch in den negativen Gefühlen etwas positives steckt: das erlebe ich ganz genauso! Ich habe irgendwann angefangen die Veränderung zu lieben, damit wurde alles leichter und ich habe das Gefühl, als sei ich in einer rasenden Geschwindigkeit unterwegs. Mir gefällt es. Auch wenn etwas vermeintlich negatives passiert, so lernen wir immer etwas wichtiges dabei, das uns auf unserem Weg oftmals sehr entscheidend weiterbringt. Das Problem ist nur, wenn man seinen Weg noch nicht kennt, dann irrt man ziellos herum oder stagniert, das Gelernte wird nicht bewusst und kann nicht umgesetzt werden.

    „Danke liebe Eifersucht für deinen Schutz und dass du mir zeigst, wie sehr ich xy liebe. Doch ich brauche dich im Moment nicht. Alles ist gut. Ich vertraue xy von ganzem Herzen. Ich liebe ihn/sie.“ wahre Worte, schön gesagt 🙂 Das ist aber am Anfang super schwierig. Wir können ja aufmerksam sein, dadurch liebevoll mit der Eifersucht kooperieren, doch Liebe braucht Vertrauen, manchmal auch einen Vertrauensvorschuss, denn was wir gewinnen können, wiegt oft mehr als der potenzielle Schmerz.

    Gefällt 1 Person

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