Allgemein, Gesundheit, Leben

Ein Leben ohne?

Ein Leben ohne Cortison, das habe ich mir seit 2 Jahren erhofft und immer wieder probiert. Es war ein einziges Auf und Ab. Mal ging es bis 5mg gut, dann nach ein paar Tagen die Ernüchterung, es klappt nicht… also wieder rauf. Mal auf 10, mal auf 20 oder mehr mg… Zeitweise lebte ich mit 10mg sehr gut und konnte fast vergessen das ich krank war. Doch das ist keine Dauerlösung. Ein trügerischer Schein von „Gesundheit“, denn die Folgen würden kommen – später würde man an den vielen schweren Nebenwirkungen leiden und das dann wirklich ein Leben lang. Somit blieb mir eigentlich keine große Wahl als das Cortison abzusetzen – schrittweise.

Als ich letztens bei dem Gastrologen war, gab er mir ein sehr striktes Ausschleichungsschema, welches ich wirklich kritisch beäugte. So schnell? Ob das geht?

Das ist nun schon über einen Monat her und bis 2,5mg ging alles reibungslos. Ich hatte auch keine Angst. Ein Lichtblick (siehe weiter unten) half mir sehr in dieser Zeit und richtete Meinen Fokus auf etwas sehr erfreuliches.

Die letzten 2 Tage vor 0mg bekam ich dennoch Panik, ich war unsicher und ja, ich hatte auch Angst. Würde mein Körper das schaffen nach so langer Zeit? Springt meine Nebenniere von alleine wieder an oder habe ich es vielleicht schon vergeigt und mir mit der jahrelangen Einnahme selbst schon zu sehr geschadet? Ich hatte die Vorstellung oder die Angst davor einfach umzufallen und ins Krankenhaus zu müssen. Die Angst vor Schmerzen und einem Überrollt werden von der Erkrankung.

Der Tag 0 war dann doch mit Erleichterung verbunden. Es ging verhältnismäßig gut. Der Bauch blieb ruhig ( auch wenn die Badbesuche noch nicht „normal“ sind ). Ich hatte nur starke Akne wie als wäre ich wieder in der Pubertät, welche mich seit gut 2 Wochen auch jetzt noch begleiten.

Doch schon am 2 Tag ohne Cortison warfen mich die Entzugserscheinungen regelrecht über den Haufen.

Ständige Müdigkeit, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Muskelkater, mein ganzes Gesicht ist übersät mit roten Pünktchen und trockener juckender Haut, die Augen sind trocken und tränen, ich habe Halsweh (kein Husten), an meinen Fingern sind wieder kleine Blässchen (wie bei einem Neurodermatitisschub) und ich fühle mich zeitweise wie als hätte ich zuviel Alkohol getrunken – schummrig, geplagt von Übelkeit und Kreislaufproblemen. Zudem habe ich keinen Appetit mehr, obgleich mein Magen knurrt. Doch wenn ich versuche was zu essen, habe ich nach 2 – 3 Bissen auch schon keinen Hunger mehr und mein Magen rebelliert. Seit Anfang März sind nun über 7 Kilo runter, das meiste davon verlor ich in den letzten 2 Wochen. Zuviel, zuschnell. Auch meinem Gastrologen ging das zu flott und er mache sich Sorgen. Von den psychischen Problemen ganz zu schweigen. Man fühlt sich ausgelaugt, ist mal wütend und dann wieder so traurig und kommt sich hilflos vor.

Gestern war ich bei ihm zur Nachkontrolle. Es wurde Blut abgenommen und eigentlich hätte er gerne früher als erst im September eine Darmspiegelung gemacht. Jedoch gibt es nur noch Notfalltermine und neue Termine gibts erst wieder ab Januar. Somit muss ich bis zu meinem im September einfach warten. Im Moment wäre es eh zu riskant, da mein Kreislauf die Narkose ( ohne mach ich das nicht) vielleicht nicht schaffen würde.

Mit den Nebenwirkungen des Entzugs muss ich leider erstmal leben und ich muss da einfach durch, meinte er. Es tät ihm wirklich leid, aber es sei besser so und ich solle mich unbedingt melden, wenn es schlimmer werden würde, vorallem mit dem Bauch.

Nun gut, dann muss ich eben etwas für bzw. gegen die Begleiterscheinungen tun.

medis.jpg

Tee, Schüsslersalze, Vitamine und Salben für meine Haut. Zudem habe ich noch Aschenbrennertee bestellt und eine Aloe Vera Creme, außerdem noch weiter Tabletten die mit natürlichen Pflanzenstoffen mir wegen der Müdigkeit wieder auf die Beine helfen sollen.

1 tägliche Tablette weg – 5 wieder dazu.

Ich hoffe wirklich inständig, dass sich das so schnell wie möglich wieder gibt und ich glaube fest daran.

Was mir in diesen Tagen wirklich sehr geholfen hat und kurz vor 0mg einen wahren Lebensfreude und Energiestoß geben konnte, war die Tatsache, dass wir uns nun ein eigenes Grundstück kaufen! Das bringt mich immer noch zum Lächeln und lässt mich an eine wundervolle Zukunft glauben. Ein (mein/unser) Leben im Grünen!

Das (unser) Grundstück liegt im Spessartwald in einem Tal, mit leichter Hanglage und schönem Ausblick. In unserem Rücken liegt der Wald und ein Teil davon gehört dann sogar uns. Wieder den Wind den Bäumen rauschen hören, da lacht mein Herz.

Auch wenn wir erst in 2-4 Jahren anfangen zu bauen, kann ich mir jetzt schon alles genau vorstellen und freu mich so sehr darauf. Das weckt wieder meine Lebensgeister, meinen Mut und die Hoffnung in die Zukunft. Ich weis da kann ich gesund sein / werden. Dort kann ich wieder durchatmen und ich sein.

Wie sehr ich die Natur vermisse!

Dort kann ich einfach aus dem Haus gehen und hinten im Garten und im Wald verschwinden, Zeit für mich haben, den Bäumen lauschen und die Natur beobachten, mich um unseren Garten kümmern und einfach tief durchatmen.

Bis dahin gibt es aber nun viel zu tun!

  1.  so schnell wie es möglich ist gesund werden
  2. meine Arbeit angehen, aufbauen und stabil in mein Leben integrieren ( dazu gehört auch meine Abschlussprüfung im kommenden Jahr).
  3. Kinderplanung? Nun das wird wohl nebenbei laufen und es kommt wie es kommt.
  4. einfach Leben und das Beste geben!

 

Alles kommt so wie es kommen soll!

Alles hat seine Zeit!

Und alles wird gut!

 

 

Ich wünsche euch noch eine schöne Woche und bleibt gesund!

Liebe Grüße

Signarita

 

 

3 Gedanken zu „Ein Leben ohne?“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s