Allgemein, Leben

Abstand nehmen, Konsumverhalten!

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Gestern saß ich an unserer Steuer und bin dafür meine Belege und Bestellungen durch gegangen, das gesamte Jahr 2019. Und da viel mir so manches auf.

Nicht nur die Anzahl an Büchern hat mich verwundert, auch die (für die Steuer irrelevanten) Käufe von „Leihvideos“ über Ama* (und das obwohl wir ja prime bereits schauen, sowie Net* und co. ). *Kopfschütteln im Nachhinein*.

Ja, ich liebe Bücher und normalerweise kann man nieeee genug davon haben – ABER man sollte sie alle auch irgendwie zeitnah lesen, oder nicht? Einiges davon war für mein Studium und die Prüfungen gekauft worden, was mir auch geholfen hatte, aber anderes landete im virtellen Einkaufskorb rein aus meiner Laune heraus und dem : „UI, das könnte ich mal  lesen! Das klingt doch interessant! Sicher kannst du das IRGENDWANN im Beruf mal brauchen!“ usw.

Und gerade heute ist mir etwas passiert, da müsste ich mir tatsächlich mal selbst gegen die Stirn klatschen…

Draussen ist es schön sonnig, durch das Fenster vor dem Schreibtisch weht süßlicher Frühlingsduft herein und ich stehe vor meiner riesen großen „Minibibliothek“ und überlege, was ich denn als nächstes lesen könnte.  Da fällt mir folgendes Buch ins Auge (neu und ungelesen):

Entdecke deine Willenskraft: Wie du endlich erreichst, was du dir vorgenommen hast (GU Mind & Soul Einzeltitel) von [Ralf Senftleben]

 

Entdecke deine Willenskraft* von Ralf Senftleben:

Menschen mit ausgeprägter Willensstärke meistern belastende Situationen erfolgreicher, haben stabilere Beziehungen, sind selbstbewusster und weniger suchtanfällig. Sie leben vernünftiger, sind proaktiv statt reaktiv und lösen Probleme, bevor sie groß werden. Kurz: Sie haben ihr Leben besser im Griff. Die gute Nachricht: Wir alle können unsere Willenskraft trainieren wie einen Muskel, sodass er schwerere Gewichte heben kann. Dieses Buch enthält ein sanftes, aber stetiges Trainingsprogramm, das uns an die Hand nimmt und Schritt für Schritt stärker macht. Wir haben jeden Tag kleine Erfolgserlebnisse und so immer ein Gefühl des Fortschritts. Wir steigern aber nicht nur unsere Willenskraft, sondern lernen ganz nebenbei auch, vieles automatisch und mit Leichtigkeit zu tun, ohne dass wir dafür Willenskraft aufwenden müssen. So schaffen wir es, mit kleinstem Einsatz auch große und wichtige Projekte so umzusetzen, wie wir es uns vorgenommen haben.

Und es trifft ich wie ein Schlag… dieses Buch, welches ich mir (neben 4 anderen Büchern) mittels eines Geburtstagsgutscheins von meinen Eltern (nochmals Danke an dieser Stelle) bei Thal* vor Ort gekauft hatte, genau DIESES Buch … habe ich mir vor knapp 3 Tagen beim „Stöbern“ im Kindl*eshop „nochmal“ gekauft, einfach weil es so toll klang und mir die Leseprobe wirklich zusagte und ich total vergessen hatte, das ich es ja bereits besaß…

Doch wie um alles in der Welt konnte ich vergessen, dass ich das Buch bereits im Regal stehen hatte? Wie kann man etwas eigentlich so wichtiges einfach vergessen?

Durch so ein „leichtsinniges“ und exzessives  Kaufverhalten  ( oder auch den Konsum ansich) verliert man etwas sehr sehr wichtiges aus den Augen – die Dankbarkeit und vorallem die Wertschätzung – welche man solchen „Geschenken“ durch andere oder auch den Geschenken die man sich mittels eines Kaufes selbst macht, entgegen bringen sollte.

Ich kannte zuvor sehr viele Jahre in denen auch mir das nicht einfach so möglich war, etwas spontan zu kaufen, nur weil ich es wollte und nichtmal wirklich bräuchte. Da wurde jeder Cent umgedreht und man war froh, wenn man am Ende des Monats für noch 20 Euro tanken konnte um noch in die Arbeit zu kommen…

Doch nun, wo sich mein Leben gewandelt hat und es mir tatsächlich möglich ist, ohne viel nach zu denken, etwas zu kaufen oder auch nur in Erwägung zu ziehen, da kippt das ganze Verhalten. Anfangs tat ich mich damit ja noch sehr schwer, denn die jahrelangen „Sparkurse“ im vergangen Lebensabschnitt, hatten mich so konditioniert immer auf „Reserve“ zu leben. Nun mit der Zeit jedoch, war ich dankbar für jedes Buch, Film oder sonstige Ausgabe die ich einfach so für mich tätigen durfte (trotz der Tatsache, das es mein Geld war). Das Zögern und das „schlechte“ Gewissen wurden immer weniger. Und nun bin ich wohl an einem Punkt angelangt, an dem ich vergessen habe diese „Ausgaben“ mit Achtung zu behandeln, was mich zutiefst erschreckt und schockiert hat. Soweit geht das schon im Moment?

Da heisst es jetzt zurück rudern – Abstand nehmen –  vom jetzigen Kaufverhalten und gut zu prüfen, was wirklich relevant ist und vorallem, dann das was man gekauft hat zu achten, bewusst wahr zu nehmen und mit Respekt zu behandeln!

Daher habe ich mir nun eine Liste erstellt, auf diese kommen all die Dinge die ich mir wünsche und jene die ich mir sonst einfach spontan gekauft hätte, egal wie klein oder „günstig“ sie erscheinen und am Ende jedes Monats wird diese Liste geprüft. Hab ich die Dinge schon vergessen? Dann sind sie wirklich nicht wichtig und können getrost gestrichen werden. Denke ich jedoch immer noch in regelmäßigen Abständen an das ein oder andere, prüfe ich für mich selbst noch einmal genau mittels Fragen ob ich diese Ausgaben tätigen sollte und erst dann wird es evtl. gekauft!

Ist es wichtig?

Bringt es mich wirklich weiter?

Lese ich es zeitnah oder landet es „erst einmal“ im Regal?

Was sagt mein Herz dazu? (Hier aufgepasst und genau hingehört!)

 

Soviel dazu.

 

Und hier noch zwei Anekdoten von heute:

Als ich zum Einkaufen fuhr, befand sich hinter mir im nächsten Auto eine junge arabischer Abstammung (alleine), rechte Hand am Lenkrad,  mit der Linken hielt sie das Handy an den Mund – quer natürlich – und plapperte munter drauf los. *Kopfschütteln meinerseits* An der nächsten Ampel warf ich nochmals einen Blick in den Rückspiegel… da hatte sie sich eine „Einweg-Alltagsmaske“ angezogen… im Auto, in welchem sie alleine saß. *ungläubiges Kopfschütteln wiederum meinerseits* Ich kann mich über sowas wundern und quittiere es für mich kurz mit einem Kopfschütteln.

Auf dem selben Weg fuhr ich an einem KFZ – Betrieb vorbei, welche in ganz großen Buchstaben:  AUTO – DESINFEKTIONEN   anboten.  Mein Gesichtsausdruck glich hier einem Smile mit großen fragenden Augen und verzogenen Mundwinkeln… Ähm ja..

 

Habt noch eine schöne Restwoche und bleibt gesund!

Signarita

 

 

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2 Gedanken zu „Abstand nehmen, Konsumverhalten!“

  1. Liebe Yvonne,
    deine Idee mit der Liste finde ich super! Und ich kann dir sagen, dass du mit diesem Thema nicht allein dastehst. Mir ist es auch schon passiert, dass ich ein Buch doppelt gekauf habe. Es war ein Roman und vielleicht wäre es mit aufgefallen, wenn das Cover gleich gewesen wäre. Aber ich hatte das Buch zum Zeitpunkt des zweiten Kaufens noch nicht gelesen. Deshalb war es mir beim Stöbern im Klappentaxt nicht aufgefallen. Ich hätte es wahrscheinlich bis heute noch nicht gemerkt, wenn ich nicht tatsächlich eines der Bücher dann doch irgendwann mal gelesen hätte. Beim Durchforsten nach Lesestoff in meinem Bücherregal kam mir der Klappentext bei zweiten Mal Lesen dann doch irgendwie bekannt vor. Verwundert war ich nur darüber, dass das Buch in einem völlig anderen Aufzug daherkam. Das zeigt aber tatsächlich, dass wir oft kaufen, ohne zu prüfen, ob wir das auch wirklich brauchen.
    Irgendwie bin ich gerade ein wenig froh darüber, dass ich nicht die einzige bin, der so etwas passiert 🙂
    Liebe Grüße
    Nicole

    Gefällt 1 Person

    1. Hej Nicole,
      da bin ich ja doch ein bisschen beruhigt, dass es nicht nur mir so geht. 🙂 Es ist schon spannend und auch manchmal erschreckend was einem so passiert und wie man dann das eigene Verhalten auf den Prüfstand stellt und reflektiert. Ich finde es sinnvoll, dass wir das tun. Somit können wir an den eigenen Fehlern wachsen und lernen dazu. Gerade das Kauf-/ und Konsumverhalten sollte keine Selbstverständlichkeit sein (das vergessen wir all zu oft), da gibt es soooviele Punkte warum man darauf achten müsste. 🙂 Schön, dass dir meine Listenidee gefällt!

      Ich wünsch dir ein wunderschönes Wochenende und bleib schön gesund!

      Liebe Grüße

      Gefällt 1 Person

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