Allgemein, Ernährung, Gesundheit

Cortison absetzen – update

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Nun bin ich beim 8. Tag mit 5 mg. Die kritischen ersten Tage sind überstanden und langsam atme ich auf, bin zeitgleich aber noch recht unsicher. Ständig am aufhorchen, am nachspüren.

Was sagt mein Magen/Darm? Was fühlt sich da komisch an? Sticht es? Ist die Entzündung wieder da? Muss ich schnell ins Bad oder geht es auch ohne? Kommt das nun von dem was ich gegessen habe oder schafft es meine Nebennierenrinde/mein Körper doch nicht?

Auch wenn mich diese Fragen jeden Tag nun begleiten und ich immer auf „Hab-Acht-Stellung“ bin, scheint es etwas besser zu gehen.

Es ist nicht gut, aber es könnte auch schlechter sein.

Die letzten male als ich auf 5mg reduzierte, hatte ich in den ersten 1-2 Tagen danach schon massive Rückschläge. Starke Schmerzen, erschreckende und häufige Badbesuche und furchtbare Nächte.

Nun ist es anders. Zwar fühlt sich mein Bauch seltsam an (da ist definitiv etwas  entzündliches im Gange), leichtes Stechen, Drücken und manche würden es evtl. auch Schmerzen nennen, aber für mich fühlt es sich noch ok an. Etwas, was ich selbst bzw. mein Körper in den Griff bekommen kann. Und ich weis wirklich was Schmerzen sind, das spiele ich jetzt nicht nur so runter. Mit der Zeit habe ich gelernt, was noch ok ist und ab wann es kritisch wird. Denn das würde bei mir sofort Notaufnahme bedeuten. Mit dieser Erkrankung sollte man Schmerzmittel (toll wenn man ständig Kopfschmerzen oder Frauenprobleme hat) vermeiden, da man dann nur schwer beurteilen kann ob es kritische Schmerzen sind (wie bei einem Darmdurchburch oder Koliken =  SOFORT NOTRUF!).

Koliken? Ja, richtig gelesen. Koliken sind Schutzmechanismen des Darms und äußern sich im Anstieg des Blutdruckes, Schweißausbrüchen, Schüttelfrost und gegebenenfalls Übelkeit und Erbrechen (das hatte ich alles bei meiner letzten Einlieferung im Krankenhaus2017 – auch wenn es sich da um eine Bauchspeicheldrüsen-Zwölfingerdarm-Magenschleimhautentzündung handelte).  Im Extremfall droht ein Kreislaufkollaps (hatte ich auch schon) oder durch Überreizung des Bauchfells Darmlähmung bis hin zum Darmverschluss. Dann droht ein Darmdurchbruch, bei dem Bakterien in die Bauchhöhle gelangen und eine schwer beherrschbare Sepsis hervorrufen. Dies wiederum kann zum Tod führen.

Also mit Bauchschmerzen ist wirklich nicht zu spaßen und man sollte diese ernst nehmen.

Doch zum Glück sind das im Moment für mich nur Schauermärchen, und ich kann für mich ruhig sagen, dass sich mein Bauch ok anfühlt. Sicher könnte es besser sein, aber wie man eben gelesen hat, auch viel schlechter. Somit akzeptiere ich den Zustand im Moment und versuche einfach achtsam zu sein und meinem Bauch so gut es geht zu helfen.

Die Nebenwirkungen des Absetzens die mir derzeit wirklich zu schaffen machen sindeher folgende:  ständige Müdigkeit, Kreislaufprobleme (niedriger Blutdruck), Kopf-/Nackenschmerzen, emotional bin ich recht instabil ( nervlich habe ich sehr dünnhäutig) und die Muskeln bauen ab – durch das ganze Liegen / Schlafen.

Betrachtet man rein die Symptome, könnte man meinen ich sei depressiv, doch dem ist nicht so. Ich leide weder unter Weltschmerz, noch möchte ich vor den nächsten Zug springen, auch habe ich keine Angst davor raus zu gehen (hätte ich da nicht diese „kleine“ Darmgeschichte) und zweifle weder an mir selbst noch habe ich andere gravierende psychologische Probleme. Da ist bei mir alles noch im „normal Bereich“.

Trotz alle dem sehe ich positiv in die Zukunft und denke, dass es gut werden kann. Das ich es schaffen kann.

Ich muss mich nur weiter in Geduld üben. Auf mich und meinen Körper achten und mir die nötige Zeit dafür geben.

Da spielt auch die Ernährung im Moment eine sehr große Rolle.

Sie beinhaltet weiterhin die typischen Brötchen, wobei ich versuche (für die Darmflora) immer mal ein paar Zutaten zu wechseln z.B. Tofu statt Lupinengeschnetzeltes oder Hanfburger. Oder mal einen anderen Aufstrich statt dem Cheesana Rauch-Zwiebel z.B. Hummus.

Statt dem täglichen Salat habe ich die letzten 3 Tage auch  mal Reis gegessen. Dazu gab es testweise einmal (sehr weich gekochten) Brokkoli und einmal Karotten. Beides habe ich gut vertragen und hatte keine Schwierigkeiten in der Nacht. *freu*

Zudem nehme ich Blutquick* ein, um einer weiteren Anämie vorzubeugen. Außerdem nehme ich noch verschiedene Nahrungsergänzungsmittel, sowie Kurkuma+ Schwarzer Pfeffer und ein Weihrauchpräparat.

Heute habe ich zusätzlich noch Bentonit* bestellt zur Darmsanierung und hole mir noch ein Probiotika aus der Apotheke. Dazu aber ein anderes mal mehr.

Auch muss ich versuchen mich wieder mehr zu bewegen und meinen Kreislauf sowie mein Immunsystem zu stärken. Das wird für mich noch ein harter Schritt, aber daran komme ich nicht vorbei und es ist förderlich für meine Gesundheit.

Soviel erstmal zu mir die Tage.

Ein Schritt, nach dem anderen.

Liebe Grüße

Signarita

 

 

 

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4 Gedanken zu „Cortison absetzen – update“

    1. Huhu Martina!

      Mit Bentonit direkt habe ich noch keine Erfahrungen, bin daher schon gespannt wie bzw. ob es wirkt. Vor Jahren hatte ich mal Heilerde, in Sticks abgepackt von Luvos probiert, diese hatten mich aber nicht wirklich überzeugt. Damals war ich auch noch nicht soweit wie heute, also immer positiv denken.

      Danke für die Besserungswünsche und dir ein schönes Wochenende!

      Gefällt 1 Person

  1. Guten Morgen, liebe Yvonne!

    Ich les auch weiterhin immer mit! Für jetzt, weil ich schlafen sollte, dir erstmal nur das Beste für deine Pläne (= mehr Bewegung, Ernährungsumstellung, usw.)! 😊

    Pass gut auf dich auf! VVN

    Liken

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