Selfcare.Selbstliebe.Achtsamkeit

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Das neue Jahr hat begonnen und ich ertappe mich wieder bei einem Kampf oder es ist viel mehr ein Ringen. Ein Ringen um meine Prioritäten, meine Wünsche und Taten.

Ich habe einmal gelesen, dass bei einem Kampf gegen sich selbst, immer man selbst derjenige ist, der verliert. Und das entspricht auch der Wahrheit. Also denke ich derzeit viel über mich selbst nach und versuche rauszufinden, wer ich wirklich bin und wie ich mir selbst besser zuhören kann, damit ich zu dem werde, wer ich für mich sein möchte.

In einem wohnen immer mehrere Seiten und jede meint es aus ihrer Sicht immer gut mit uns.

Bleibt man morgens länger liegen, weil es gar so kuschelig ist und die eine Stimme flüstert „Ach, wie schön, nur noch ein paar Minuten (Stunden)..“ dann ist dies vielleicht der Genießer in einem oder eine der Stimmen die glaubt, man benötige noch mehr Zeit zum Regenerieren.  Sie tut dies nicht aus böser Absicht „Ha ha! Jetzt sorge ich dafür, dass du deine Lebenszeit verschläfst und dadurch Muskel abbaust und zudem sorge ich für Rückenschmerzen!“  Nein… das ist nicht ihre Absicht. Diese Art von Denken wäre auch komplett selbstzerstörerisch.

Sinnvoller wäre es sich beide Stimmen einmal in Ruhe anzuhören, denn beide sind ja ein Teil von uns selbst.

Wer in dem Zusammenhang ein Problem mit dem Wort „Stimmen“ hat, da es für jeden Menschen zwar etwas normales ist Selbstgespräche zu führen, aber von manchen mit „Schizophrenie“ verwechselt wird, kann gerne ein anderes Wort dafür verwenden. Je nach gusto!

Der eine Teil möchte früh aufstehen, fit in den Tag starten und der andere Teil möchte sich noch in schönen Träumen verlieren und die Wärme des Bettes genießen.

Erst einmal sollte man beiden Teilen dafür danken, dass sie sich so gut um uns kümmern. Und vielleicht könnte man ja einen Kompromiss finden? Man könnte z.B. wenn man eine Woche Urlaub hat und dennoch nicht alles verschlafen möchte, mit sich selbst vereinbaren in der einen Hälfte vor 9 Uhr aufzustehen und an den anderen Tage erst, wenn man sich von selbst aus dem Bett schält.

Das selbe gilt auch für andere Gewohnheiten, die einem auf den ersten Blick schlecht vorkommen, wie z.B. das Thema Essen. Der Genießer in einem möchte, ungeachtet der Kalorien oder des Zuckergehaltes, einfach immer essen wonach im der Sinn steht und das am Besten so oft es geht. Und auch hier möchte er sicher nicht das wir Übergewicht bekommen, uns unwohl damit fühlen oder davon sogar krank werden. Der andere Teil von uns, der schlank, fit und immer gesund sein möchte runzelt natürlich dabei sofort die Stirn und erhebt den Zeigefinger mit mahnender Stimme. „He! Du wirst fett, wenn du dich nicht gesünder ernährst! Iss bitte weniger und mehr Gemüse, statt Süßigkeiten!“

Wie gesagt, beide Seiten wollen uns nur gutes und nichts böses!

Auch hier gibt es wieder einen Mittelweg, nach dem wir uns bei beiden bedankt haben. Aus gesundheitlichen Gründen ist es sinnvoll, ausreichend Kalorien zu sich zu nehmen (nicht zuviel oder zu wenig) und das der Großteil der Nahrung aus gesunden Lebensmittel bestehen sollte ist jedem der sich mit Ernährung befasst hat klar. Darin ist man sich also schonmal einig. Doch das „Besondere“, die „Ausnahme“ (nicht dir Regel) darf der Genießer bestimmen – und somit darf es mal der Extrakeks zum Kaffee oder das fettige Essen im Restaurant sein.

Somit kommen beide Seiten auf ihre Kosten, ohne dass man gegen einander kämpft.

Doch dafür muss man erst einmal lernen zuzuhören. Wer ist gerade am Zug, wer steuert und wer spricht? Man muss sich selbst besser kennen lernen. Achtsamkeit sich selbst gegenüber praktizieren. Und das will wirklich erstmal gelernt sein.

Dies kann man über verschiedene Techniken üben. Meditation  ist zwar in auch in diesem Fall ein bewärtes Mittel, hilft aber nicht immer. Man meditiert ja nicht beim Aufstehen oder wenn man sich gerade einen Keks in den Mund schieben will. Somit wäre es sinnvoller sich in Achtsamkeit zu üben. Versuchen die Dinge, den Alltag, nicht nur routinemäßig hinter sich zu bringen, aufhören gedankenverloren sein Leben zu leben. Und somit anfangen ganz bewusst im Hier und Jetzt, das zu tun oder zu denken, was man eben gerade tut oder denkt z.B. übt man das gut beim Tee trinken, essen, spazieren, beim Aussuchen und  Anziehen der Kleidung. Fang mit kleinen Dingen an und steigere dich soweit, ganz bei dir selbst zu sein.

Im Alltag überhört man sich selbst sehr schnell, man lebt dahin ohne zu wissen wer man eigentlich ist. Man betäubt sich ständig selbst mit Medien (TV, Handy, Videospiele, Bücher…), Essen oder schlimmer noch mit Drogen und Alkohol (das musste ich leider selbst schon mit ansehen und das schmerzt auch als Angehöriger).

Die Frage ist auch, warum betäubt man sich selbst? Ist es noch eine Art Unachtsamkeit oder schon eine krankhafte Gewohnheit? Kann man ohne Ablenkung überhaupt noch leben? Wie ist es, wenn da plötzlich „nichts“ ist, das einen von sich selbst ablenkt?Wann hast du das letzte mal einfach nur aus dem Fenster gesehen, ohne etwas anderes zu tun oder nebenher Musik / TV am laufen zu haben? Nur du und der Blick aus dem Fenster.

Viele haben Angst davor, sich selbst kennen zu lernen oder glauben tief in ihren Gedanken wären Orte versteckt, Gefühle welche Schmerzen und Erinnerungen hervorholen, welche tief vergrabe liegen. Doch auch diese gehören zu uns und es geht bei diesem „kennenlernen von sich selbst“ nicht primär um diese dunklen Seiten.

Wir wollen wissen wer WIR sind, wenn es uns GUT gehen soll. Was macht MICH glücklich und froh? Was macht MICH gesund und fit? Zwar ist das Aufarbeiten und Loslassen von alten Wunden auch wichtig, aber da kann man sich gerne auch Hilfe holen, wenn davor Angst hat es alleine zu tun – und das sollte man dann auch.

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Nicht nur die Gedanken und Gefühle / Stimmen sind wichtig, auch das eigene Körpergefühl.  Spüre ich mich eigentlich noch?  Oder lebe ich einfach so dahin?

Wann hast du zuletzt deine nackten Füße betrachtet, massiert oder sogar gepflegt? Wie sehen deine Zehen aus? Hast du weiche Sohlen oder sind sie schon ganz verwachsen mit dicker Hornhaut? Die Nägel? Die Knöchel? Die Füße tragen uns jeden Tag ohne Widerworte von A nach B. Wir sollten dankbar dafür sein und auch ihnen Aufmerksamkeit schenken, ihnen etwas Gutes tun. Die Füße sind auch ein Teil von uns, sie gehören zum ICH.

Und so ist es mit allen Teilen deines Körpers. Nicht nur die Haare und das Gesicht wollen gepflegt und beachtet werden, auch der Rest deines Körpers ist wichtig und ein Teil von dir. Sei gut zu ihm, den er ist DU.

 

Achtsame Grüße

Signarita

Allgemein Gesundheit Leben

Yvonne View All →

Hej !
Ich heisse Yvonne und begrüße dich ganz herzlich auf meinem Blog über ganzheitliches Leben.
Gesundheit – Ernährung – Fitness- Yogini – Bio – Lebensfreude

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