Was ist denn dieses „Glück“ von dem alle reden?

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Glück wird oft so definiert:

„Als Erfüllung menschlichen Wünschens und Strebens ist Glück ein sehr vielschichtiger Begriff, der Empfindungen vom momentanen bis zu anhaltendem, vom friedvollen bis zu ekstatischem Glücksgefühl einschließt, der uns aber auch in Bezug auf ein äußeres Geschehen begegnen kann, zum Beispiel in der Bedeutung eines glücklichen Zufalls oder einer das Lebensglück begünstigenden Schicksals­wendung.“

 

Wir wünschen uns gegenseitig zu allen möglichen Anlässen „Glück“. Da heisst es dann „Herzlichen Glückwunsch zum…“, „Wir wünschen dir viel Glück… bei….!“ oder wünschen es uns selbst, wenn wir z.B. an die Wünsche fürs neue Jahr denken oder beim Beginn eines neuen Lebensjahres. Manche nennen es neben Gesundheit und mehr Geld auch bei einem Münzwurf in den Wünschebrunnen des Lebens.

Glück bzw. Glücklichsein ist für die meisten von uns sogar ein Lebensziel.

Die wenigsten sagen von sich aus, sie sind glücklich und wenn dann nur ab und zu. So RICHTIG glücklich und vorallem dauerhaft, das sind die wenigstens. Zumindest glauben sie das von sich.

 

Was ist nun dieses Glücklichsein und wie werde ich es?

 

Sehen wir und einmal die „Wunschsätze“ genauer an.

„Ich möchte glücklich sein!“ 

„Ich wünsche mir glücklich zu sein!“

Ich bin erst glücklich, wenn dieses oder jenes eintrifft / ist!“

Solange dieses oder jenes so ist, kann ich nicht glücklich sein…“

Erst wenn ich dieses oder jenes erreicht habe, dann bin ich glücklich!“

 

Aha !  Was fällt uns dabei auf? Genau – es sind immer die Umstände die sich verändern müssen, die uns glücklich machen oder vom Glück scheinbar abhalten.

Viele Menschen habe sich an diese Glaubenssätze gewöhnt und kämpfen sich damit durch ihr Leben. Sie begeben sich in eine Abhängigkeit bzw. eine Opferrolle. Sie sind Opfer der Umstände, die sie vom Glück scheinbar abhalten / trennen.

 

„Wenn ich endlich dünn bin, dann bin ich auch glücklich.“

„Wenn ich meine eigene Wohnung/Haus habe, dann bin ich endlich glücklich.“

„Wenn ich den Abschluss geschafft habe, dann fängt mein Leben endlich an und ich kann glücklich sein.“

„Wenn ich die Beförderung und eine Summe X verdient habe, dann werde ich mir alles leisten können und glücklich sein.“

„Wenn ich eine Partnerin/ einen Partner gefunden und eine Familie gegründet habe, dann bin ich endlich glücklich!“

Es wird das Glücklichsein mit Dingen, anderen Menschen, Erfolgen und Zielen verknüpft. Das sind Umstände die von Außen kommen und unser Inneres / unser Selbst glücklich machen sollen. Ist das nicht irgendwie paradox?

Sicher, wenn man Ziele erreicht, Wünsche erfüllt werden und man Erfolg hat, dann löst das Glücksgefühle aus, ebenso wie Genußmittel aller Art (ob legal oder nicht – je nach Geschmack) oder auch körperliche Nähe wie z.B. eine Umarmung (diese lässt uns  Oxitocin produzieren – Glückshormone). Das bestreitet keiner. Doch dieses Glück bleibt meist nicht auf Dauer und lässt uns oft nach mehr streben. Wir sind bereits so überreizt und gesättigt mit allem, dass wir schon keine Aufmerksamkeit mehr für das einfache übrig haben.

 

Der Mensch ist ein Meister darin, den leichten Weg zu gehen und sei er noch so schwer.

 

Viele sehnen sich nach dem immerwährenden Glück – einem ewigen Glückszustand. Manch einer denkt dabei vielleicht an Erleuchtung oder das Glücklichsein im ewigen Himmelreich, doch darum geht es hier nicht.

 

Es geht um etwas wichtigeres – die Balance finden.

„Ohne Schatten, gäbe es kein Licht“

 

Ohne die schweren Zeiten, würde uns das Glück oft garnicht auffallen. Wir wünschen uns dieses oder jenes für unser Glück nur, weil wir es in dem Moment im Jetzt nicht haben (Geld, Gesundheit, Partner …).

Das Glück soll zu uns kommen, am besten noch von ganz alleine. Doch so einfach ist das nicht. Wir begeben uns damit in eine Abhängigkeit, aus der es kein Entrinnen gibt, es sei denn wir lassen los und erkennen, dass wir für unser Glück selbst zuständig sind. Das ist leichter als man denkt. Wir müssen das Glück – das bereits vor unseren Füßen liegt – beachten. Nur so erfahren wir das Glück wirklich.

Die Amerikaner haben das „Streben nach Glück“ sogar in ihre Verfassung aufgenommen. Ist das nicht erstaunlich? Jeder hat das Anrecht darauf nach dem eigenen Glück zu streben. Doch das „Streben“ danach, macht uns noch lange nicht glücklich oder doch? Heisst es somit nicht, wir müssen erst einen bestimmten Weg gehen, etwas erreichen – um dann endlich glücklich zu sein?

Was wäre, wenn das Glück bereits da ist? Wir es nur vor lauter Wünschen garnicht sehen oder verpassen? Sozusagen “ der Weg das Ziel“ wäre oder für uns am Wegesrand bereit läge?

 

„Viele Menschen versäumen das kleine Glück, während sie auf das große vergeblich warten.“

– Pearl S. Bruck –

Von dem „kleinen“ Glück, da gibt es haufenweise – für jeden von uns! Das ist ja das Schöne daran, denn wenn wir uns öffnen und aufmerksam werden für das, was um uns passiert und wir lernen zufriedener mit dem zu werden, was wir haben und das auch wirklich schätzen (sei es noch so einfach und klein), dann erfahren wir eine Art von Glücklichsein die länger anhält. Wir sind so oft glücklich, dass wir uns wahrlich als glücklich bezeichen dürfen. Da wiegen die Talfahrten nicht mehr so schwer und unser Herz wird leicht.

 

Es ist genau hier in diesem Moment, bei dir im Jetzt, in deinem Leben !

Trau dich, und mach deine Augen auf!

 

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Mit dem Glücklichsein strahlen wir eine ganz andere Energie aus und ziehen Erlebnisse, Erfolge und Menschen in unser Leben, welche unser  Glück wiederum weiter vermehren. Wir freuen uns über noch so kleine Erfolge, ob unsere eigenen oder die von anderen – wir lachen mit dem Nachbarn beim gemeinsamen Grillen über den neuen Witz und sind froh über den Regen, der endlich Kühlung bringt. Dankbar und glücklich unterhalten wir uns mit neuen Freunden und  wünschen ihnen alles Glück dieser Welt. Wir fallen in eine gemütliche Stille am Abend und beginnen lächelnd zu meditieren oder einfach innezuhalten oder genießen die wohlige wärme einer Tasse Tee in der Hand, welche herrlich duftet.

Das Glück liegt nicht erst am Ende der Reise, 

die Reise selbst ist das Glück !

 

Für viele ist es einfacher das Glück im Außen zu suchen und mit Dingen / Personen zu verknüpfen. Und am Anfang hilft es auch, sich erstmal auf das kleine, äußere Glück zu besinnen und wachsamer durchs Leben zu gehen. Sich dafür wirklich Zeit zu nehmen.

Die nächste Stufe wäre dann das „wunschlose“ Glücklichsein. Dieser glückliche Zustand kann von sehr langer Dauer sein und man fließt nach Strapazen oder Hindernissen (welche dann garnicht mehr so schlimm erscheinen) müheloser in den Glückszustand hinein.

Man denkt dabei nun vielleicht an einen Mönch, wie er sitzend meditiert, ganz versunken und lächelnd. Und der erste Gedanke dabei ist könnte sein: „Oh, meditieren oder Askese / Spiritualität, das ist nichts für mich / das hab ich schon probiert – kann ich nicht / will ich nicht.“ Das mag so sein und das musst du auch nicht, wenn du es nicht willst. Diese kleine Übung könnte dir dennoch dabei helfen, dem Zustand des „Glücklichsein“ etwas näher zu kommen. Probier es einfach mal aus, du musst auch nicht gleich zum Mönch werden! 😉

  • Nimm dir einen Augenblick Zeit für dich, sei ungestört und setz dich bequem hin.
  • Atme tief und ruhig ein und aus.
  • Schließe die Augen.
  • Und nun…. lächle – ganz ohne Grund und ohne an einen Wunsch zu denken. Lächle einfach von innen heraus und du wirst merken, dass sich ein wohliges Glücksgefühl ausbreitet.

 

Am Anfang kann es für dich ungewohnt sein einfach so, ohne Grund zu lächeln. Ist dem so, dann versuche einfach die Mundwinkel nach oben zu ziehen und „tu einfach mal so als ob“. Auch das löst bereits nach kurzer Zeit Glücksgefühle aus.

Versuche dabei an nichts bestimmtes zu denken! Leicht sind wir dazu geneigt uns hierfür Bilder im Kopf zu suchen, die wir mit Wünschen assoziieren – ACHTUNG! Sollte dies nämlich der Fall sein, dann verbinden wir das Glücklichsein wieder mit dem Wunsch an etwas anderes / äußeres. Wir wollen doch mit der Übung „wunschlos“ glücklich sein. 😉

Du wirst sehen, es wird mit der Zeit leichter und deine Augen lächeln, deine ganze Gesichtspartie lächelt und dein ganzer Körper wird folgen.

 

Du musst dabei sogar Lachen?

Sehr schön, immer raus damit – freue dich so offen und herzlich du kannst!

Du bist glücklich und das ganz allein aus deinem Inneren heraus, ganz wunschlos.

Glücklich sein kann wirklich so einfach sein!

Und das Beste? Du kannst es so oft wiederholen wie du willst, überall! Mit etwas Übung gelingt dieser Zustand des Glücks auch im Alltag. Er schafft Ruhe und Glücksinseln, vorallem auch in den Zeiten, in denen du oder andere es am Dringendsten benötigen.

Nur weil wir nun wunschlos glücklich und zufrieden sind und immer lächeln, heisst das jedoch nicht, dass wir nicht auch nach anderen Dingen streben dürfen /sollen. Tue was dich glücklich macht, ohne dir selbst oder anderen  zu schaden. 🙂

 

Die Summe allen kleinen Glücks, macht  das „große Glück“ aus!

 

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Genieße jedes Glück das dir begegnet, wie klein es auch sein mag, es ist Glück! Schenke dir und anderen ein Lächeln auf deinem Weg, denn alles was du aussendest kommt dreifach zu dir zurück.

 

„Wozu brauche ich einen Schatz, wenn doch mein Herz glücklich ist?“

jap.-

 

In diesem Sinne wünsche ich euch soviel Glück ihm Leben wie es Glück geben kann! Immer, überall, im Überfluss!

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!

Signarita

 

 

 

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Hej !
Ich heisse Yvonne und begrüße dich ganz herzlich auf meinem Blog über ganzheitliches Leben.
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