Ernährung, Gesundheit, Leben

Hej Dänemark!

So der Urlaub ist rum. Irgendwie viel zu schnell und der Alltag hat uns wieder. Nach unserer Hochzeit hatte wir noch eine ganz Woche Urlaub und wir gönnten uns mit unseren Eltern ein paar Tage Dänemark. Dieses Mal an der Ostküste in Ebeltoft.

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Für nächstes Jahr ist zwar noch kein direkter Urlaub geplant, aber was wir definitiv wissen ist, das wir egal welches Ziel außerhalb Deutschlands = wir werden fliegen, statt zu fahren.

Laut Navi hätten wir 7,5 Std. gebraucht, in Wahrheit waren es über 10 Stunden und das nicht, weil wir lange im Stau gestanden hätten (zudem war es Sonntag, also keine LKWs). Es waren einfach die anderen Fahrer die es so anstrengend machten. Permanente Linksfahrer, mit „80“ überholen wollen, in der Baustelle links fahren aber nicht überholen, deswegen „Stau“ verursachen und dann ist er plötzlich weg als wär nichts gewesen, Drängler obgleich man selbst nicht überholen kann, Reisverschlussverfahren klappt sowieso nie und alle steht zum Einfädeln…. herrlich!

Das einzig Positive ander Fahrerei, unser kleiner „Großer“ hat uns wunderbar bis nach Dänemark gebracht, ist also Langstrecken tauglich und mein Liebster konnte den Verbrauch relativ niedrig halten – dafür ist so eine Langstrecke schon recht gut. Fliegen mag zwar etwas teuerer sein, aber wenn man lange genug im Voraus bucht erwischt man auch wunderbare Schnäppchen. Wir testen das mal mit Kopenhagen.

Aber zurück zu unserem Aufenthalt in Ebeltoft. Da wir mit unseren beiden Eltern verreisten, hatten wir uns für ein größeres Haus entschieden. Das es am Ende so groß werden würde hatten wir allerdings nicht gedacht und nahmen es aufgrund des guten Preis/Leistungsverhältnisses und den Extras die wir uns wünschten. Die da wären: Billard /Tischtennis, Nähe zum Strand und das seperate Bad für mich (es gibt in dem Moment nichts Schlimmeres, wenn du dringend ins Bad musst und es besetzt ist, zumindest für mich).  All das war hier gegeben und sogar noch viel mehr! Wir hatten zudem die Möglichkeit Dart zu spielen, was meinen Liebsten sehr freute. 🙂 Zusammen nutzten wir ausgiebig den Billardtisch, welcher sich mit ein paar Handgriffen in eine Tischtennisplatte verwandeln lies (das hatten wir im letzten Dänemarkurlaub schon und fanden es super). Es war sogar eine Infrarotkabine vorhanden, welche wir aber nicht benutzten.

Das Haus selbst  ist ein altes Gehöft, aber modern und nordisch eingerichtet.

 

Wir hatten kaum 200m bis zum Strand und waren weit ab von den nächsten Häusern. Es war herrlich. Dort hatten wir alles was wir für die Tage benötigten, da wir schon einiges aus Deutschland mitgebracht haben (Lebensmittel, Getränke, Putzmittel, Bettwäsche).

In Dänemark haben wir immer schon so Urlaub gemacht – als Selbstversorger. Kein Hotel oder „All inclusive“.

Für frische Brötchen und Salat / Gemüse gab es direkt in Ebeltoft, keine 10 Minuten mit dem Auto entfernt einen Supermarkt. Da muss ich allerdings sagen,  das er mich sehr enttäuschte. Auch wenn er recht groß war, gab es nur eine kleine versteckte Ecke mit veganen oder glutenfreien Artikeln und davon sehr wenig Auswahl (z.B. 2 Tofusorten). Sehr schade! Ob das in anderen Städten auch so ist, kann ich leider nicht beurteilen, da ich damals noch nicht so auf meine Ernährung achten musste und wir für mich die „speziellen“ Sachen wie Tofu und co. immer selbst mitgebracht haben.

Die Lage vom Haus war wie gesagt sehr gut. Wir gingen jeden Tag am Meer spazieren und ich war einmal sogar früh morgens alleine unterwegs.

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Man hätte stundenlang diesem Wegen am Meer entlang folgen können. Es war frisch und windig, aber so schön. Genau unser Wetter.

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Direkt von der unbefestigten „Hauptstraße“ die vor unserem  Haus vorbeiführte, konnte man schon direkt das Meer sehen.

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Und vom Meer aus sah man die Hofstelle. Sie war also wirklich nicht weit weg.

An dem Abend als mein Liebster und ich ankamen, rannten wir die kurze Strecke zum Meer und ich badete meine müden Beine im kühlen Wasser. Am liebsten wäre ich reingesprungen. Das war mir dann jedoch doch etwas zu kühl und unheimlich. *grinst* Wir lachten und scherzten – es war einfach schön.

 

Das Meer ist dort überall present. Selbst wenn man es einmal nicht sieht. Man spürt es, man riecht die frische Meeresluft und atmet automatisch tief durch.

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Die vielen unterschiedlichen Algenarten fand ich sehr faszinierend und sie sahen so schön im kühlen Nass aus. Leider rochen sie bei Ebbe auch etwas streng. *grinst*

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Meine Familie musste natürlich fleißig Steine sammeln. Vorallem die mit einem Loch in der Mitte waren sehr beliebt, aber auch schwarze, weiße und jede Art von aussergewöhnlichen Formen. Wie dieser hier:

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Keep smiling!

Das Wetter war meistens gut bis leicht bewölkt und so machten wir einen Ausflug nach Ebeltoft in die Altstadt. Klein, aber fein! Mit viel Fachwerk – fast wie zuhause in Hessen. 😉

 

Dort gingen wir auch einen Happen Mittagessen und bummelten durch die Straßen. Es gab wirklich schöne Kunsthandwerksläden. Ich habe mich nur nicht getraut in den Läden zu fotografieren. Auch das Essen habe ich nicht fotografiert, da ich nicht wusste ob das in Dänemark so geduldet wird. Es hat allen geschmeckt und wir wunderten uns, warum unter der Woche am Nachmittag sowenig los war auf den Straßen. Die Geschäfte schließen bereits alle bis 17 Uhr und die Straßen sind wie ausgestorben. Einerseits gut für die Angestellten, da kommen sie schön früh nach Hause zu ihren Familien (Familienzeit wird in Dänemark ganz groß geschrieben), andererseits ist man es eben anders gewohnt und möchte bis spät noch gemütlich einkaufen gehen. Nur der Supermarkt hatte bis 20 Uhr geöffnet.

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Am Nachmittag fuhren wir noch an einen Strand an dem man angeblich Fossilien finden kann. Wir hatten dort eher einen sehr langen Spaziergang. *grinst* Die Kalk- und Lehmschichten waren sicher sehr interessant und, hätte man dort intensiv reingegraben, könnte man durchaus auch etwas tolles zu Tage fördern. Für uns reichte es oberflächlich auf unser Glück zu vertrauen und einfach die Zeit dort zu genießen.

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Am nächsten Tag ging es für uns nach Grenaa ins „Kattegat Center„. Eine Art Aquarium, welches sich dem Meeresschutz und der Aufklärung widmet.

 

Man konnte hautnah Rochen erleben und in einem großen Haitunnel die wunderschönen Wesen auch von unten bestaunen.

 

 

Draußen gab es noch eine Robbenfütterung und es war toll, diese schönen Tiere beim Rumtollen und Futtern beobachten zu dürfen.

Auch wenn ich die Zeit dort oben mit meiner Familie sehr genoss, gesundheitlich ging es mir nicht gut und wurde zunehmend schlechter. Es spielten sicherlich mehrere Faktoren eine Rolle. Die anstrengende Fahrt (da ich so k.o. war, war ich meinem Liebsten leider kaum eine Hilfe, zum Glück fährt er gerne), die ungewohnte Tagesroutine, das Essen (ich sag nur Dänemark und Gebäck… wenn man in Dänemark ist möchte man gern ein Kanelsnegler essen und auch sonst ist man trotz eigener Vorbereitung etwas flappsig in der Ernährung… hätte ich besser wissen sollen), geschlafen haben wir auch nicht so toll und allgemein fühlte wir beide uns ausgelaugt und neben der Spur.

Am 3. Tag fühlte ich mich garnicht gut und wusste, es würde die Tage nicht besser werden. Also fuhren wir schon früher nach Hause und ich war froh drum. Auch wenn Dänemark wunderschön ist und ich die Zeit und vorallem die Landschaft sehr genoss, ich war einfach nur froh, wieder Zuhause zu sein. Die restlichen Tage verbrachten wir entspannt Zuhaus, nur für uns, da meine Schwiegereltern zusammen mit meinen Eltern noch die verbleibenden Tage in Dänemark verbrachten.

Dänemark sieht uns auf jeden Fall wieder! Und gäbe es dort kein Limit von 130 auf den Straßen würde sogar mein Mann dort hinziehen. *grinst* Ein eigenes Ferienhäusschen ist aber schon in unserer Überlegung drin. Vielleicht so ein Schmuckstück wie dieses hier.

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Mal sehen was die Zeit noch so bringt. Und wie gesagt, Kopenhagen steht schon auf dem Plan! 🙂

 

Hej hej !

Signarita

 

 

 

 

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