Ernährung

Kaloriendefizit /-zählen

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Immer öfter in letzter Zeit werde ich gefragt, ob so ein großes Kaloriendefizit (wie ich es gerade praktiziere) nicht ungesund wäre und überhaupt, warum ich mir die Mühe mache jeden Tag meine Kalorien zu berechnen.

Nun muss ich zu erst einmal etwas vorne weg nehmen was mir persönlich wichtig ist.

Bitte, bitte bedenke, dass diese Ernhährungsweise welche ich während meiner Challenge mache (mit „nur“ 1000kcal am Tag und viel Sport) nicht einer „normalen“ Ernährung entspricht!

Eine normale Kalorienzufuhr am Tag (für normalgewichtige Menschen) wird für JEDEN EINZELN berechnet. Und liegt weit höher als die, die ich im Moment habe!

Bei mir wären es ca. 1600 kcal Grundbedarf + Sport (ca. 400-500kcal). Sagen wir ich dürfte 2000kcal am Tag essen und würde NORMALERWEISE mein Gewicht dadurch halten können.

Um abzunehmen sollte man daher ein leichtes Defizit anstreben, ca. 300-400kcal ist in Ordnung. Bei 2000kcal am Tag wären das – Defizit = 1500/1600kcal die ich täglich essen dürfte um auf LANGEFRISTIGE UND GESUNDE Weise abzunehmen.

 

Wichtig! Bist du gesund, hast einen normalen Stoffwechsel und fühlst dich fit, dann

iss deine Kalorien am Tag ! Sie sind wichtig, auch zum abzunehmen (hierfür ein kleines Defizit einbauen)! Aber iss sie!

DU DARFST DAS ! DU WIRST DAVON NICHT DICKER!

 

Nun wieder zu mir persönlich und dafür muss ich etwas ausholen. Zwar habe ich keine Stoffwechselerkrankung, aber wie viele von euch bereits wissen leide ich an einer Autoimmunerkrankung und habe dadurch in den letzten 3-4 Jahren enorme Gewichtsschwankungen durchgemacht. Mein Stoffwechsel so wie mein Kreislauf brach mehrfach zusammen und ich musst ihn wieder mühsam aufbauen. Ich kämpfte mit Pfunden die kamen und gingen (ca. 30kg habe ich verloren) – teilweise durch Diäten (schon vor meiner Erkrankung) und da habe wirklich alles mögliche probiert. Mein Stoffwechsel dankte mir das natürlich in dieser Form nicht und ging schön langsam flöten.

Ich beschäftigte mich daraufhin über die Jahre hinweg immer mehr mit gesunder Ernährung und verschiedenen Ernährungsformen und hätte ich damals das Wissen von heute schon gehabt, wer weis, vielleicht hätte ich sogar die Erkrankung verhindern können? Sie ist mein Päckchen das ich tragen muss und ohne diese Erkrankung hätte ich mich vielleicht nie mit dem Thema Ernährung befasst. Wäre in meinem kleinen ungesunden, dicken Selbst stecken geblieben und hätte mich nie belesen, Erfahrungen im Bereich Ernährung gesammelt und schlussendlich gesund ernährt und ABGENOMMEN!

Jedenfalls ist mein Ziel auf diese gesunde tägliche Kalorienanzahl zu kommen, ABER ich muss es langsam machen. Mein Körper benötigt Zeit und die gebe ich ihm. Die Challenge ist eine Art Kickstart und ich mache sie für MICH PERSÖNLICH. (Das heisst auch, ich würde sie niemandem empfehlen, der gesund und langfristig abnehmen möchte und  geeigneten Stoffwechsel besitzt! Hier rate ich zu einem leichten Kaloriendefizit, aber esst eure Tageskalorien! *fühlt euch liebevoll gedrückt*)

Im letzten Jahr, als es mir sehr schlecht ging aß ich bis zu 4000kcal am Tag. Einfach weil ich es musste. Nicht nur mein Körper verlangte danach (ich aß und aß und aß, hatte aber keine Energie), auch meine Erkrankung verlangte so einiges von mir ab. Ich lief bis zu 60x am Tag aufs Klo und alles was ich aß blieb nicht, konnte mein Körper nicht verwerten, nicht in lebensnotwendige Energie umwandeln. Innerhalb zwei Wochen sank mein Gewicht von 70kg auf 62,5kg. Einfach so, ohne das ich das Haus verlassen konnte, ohne Sport. Ich lag den ganzen Tag nur oder flitze ins Bad…. Es war eine furchtbare Zeit… Sie schlauchte nicht nur meinen Körper, sondern prägte auch meinen Geist – sie machte mich stärker.

Sie zwang mich, mich endlich um mich selbst zu kümmern!

Und das ist gut so. Als es mir durch die Medis wieder besser ging aß ich natürlich nicht die selbe Menge, aber doch mehr als ich vielleicht sollte. Mein Körper hat aus einem natürlichen Reflex heraus angefangen sofort alles zu bunkern. Es könnte ja wieder so ein Notfall eintreten. Schlauer Körper, traurige Yvonne. Die Pfunde schnellten in kürzester Zeit wieder nach oben. Und es fing wieder mit dem Spiel „Abnehmen wollen“ von vorne an. Dann ging es wieder eine Zeit gut. Ich viel von 74kg (die wog ich am längsten) runter auf 66-68kg. Dann kam wieder eine Cortisonphase und das Gewicht ging wieder hoch.

Ping Pong – eine lange Zeit.

Worauf ich hinaus will. Mein Körper reagiert mittlerweile sehr, sehr empfindlich auf „zuviele“ Kalorien. Zuviele heisst für mich schon eine Menge von 1400 kcal täglich aufwärts. Die werden prompt eingelagert – EGAL WIE GESUND DIE SIND!

Kalorie ist nicht gleich Kalorie !

Man muss immer das große Ganz betrachten. 100 kcal Salat haben eine ganz andere Zusammensetzung/Energie als 100 kcal von einem Schokoriegel. Das ist klar. Aber ich denke das brauche ich euch nicht näher zu erläutern – außer ihr möchtet das? 🙂 Dann mache ich das selbstverständlich gerne!

Das Kalorienzählen hilft mir dabei den Überblick zu behalten, langsam die Kalorien zu erhöhen und gibt mir auch ein Gefühl für die Kaloriendichte der einzelnen Lebensmitteln. Wer hätte gedacht, dass Bananen soviele Kalorien haben und Beeren eher weniger? Und das Salat allgemein fast keine Kalorien hat und der Brokkoli auch nicht? Ich find es interessant und lerne bei jedem neuen Lebensmittel dazu.

Jedenfalls muss ich mich nun langsam herantasten an die 1600-2000kcal. Meinem Körper Zeit geben sich an mehr Kalorien zu gewöhnen, OHNE aber vorher in den Hungerzustand zu fallen. Denn das möchte keiner, glaubt mir das! Denn dann geht erstmal garnichts mehr OHNE krankhaft dabei abzunehmen und dem Körper auf lange Sicht zu schaden. Ja, man verliert Gewicht beim langen Fasten! Man verliert Gewicht schneller, wenn man nichts oder fast nichts ist. ABER es ist mehr als schädlich für den Körper und es RÄCHT sich HINTERHER IMMER!  Der bekannte böse Jojo-Effekt tritt auf, da es nur natürlich für den Körper ist danach alles zu bunkern, falls wieder schlechte Zeiten auftritt.

Bitte vergiss nie!

DEIN KÖRPER LIEBT DICH !  ER MEINT ES IMMER NUR GUT !

Daher gehe auch du mit deinem Körper liebevoll und gesund um. Er macht was du möchtest, aber er passt auch auf dich auf. Du kannst abnehmen, aber habe Geduld mit deinem Körper und gib dir die Zeit. Befasse dich mit gesunder Ernährung, koche frisch (am besten bio), bewege dich und lass auch mal deine Seele baumeln, in dem du dir schöne Auszeiten gönnst.

Ich hoffe ich konnte nun ein paar Fragen hierzu klären und sollten noch ein paar Fragen offen sein, einfach fragen. 😉

Euch noch eine schöne Restwoche und leckere, kühle Getränke!

Liebe Grüße

Signarita

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