Gesundheit

Essverhalten hinterfragen

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Ich bin ja schon sehr lange auf der Suche nach der für mich passenden Ernährung und gerade in Ruhephasen meiner Krankheit, vergesse ich sie auch einfach mal, so zwischendrin, manchmal…

Das Thema Ernährung und all die verschiedenen Meinungen, Diäten, Ernährungsweisen  sind wirklich interessant. Viele schließen sich gegenseitig aus und man meint herauszulesen, dass sie eben individuell auf die einzelnen Personen passen. Der eine kommt super mit Low Carb zurecht oder sogar mit Keto und der andere wiederum wirft die Hände in die Luft und sagt: „Bloß nicht auf Kohlenhydrate verzichten!“. Ebenso die Kalorienmengen. Klar, zu wenig über einen langen Zeitraum ist ganz und garnicht gesund, ebenso ein zuviel an Kcal.

Doch jeder Körper reagiert auch unterschiedlich und man kann die „Norm“ oft schlecht einschätzen bzw. einhalten, da man selbst durch jahrelanges Fehlverhalten in der Ernährung seinen Stoffwechsel und auch seine ganze Verdauung bis hin zur Darmflora vermurkst hat. Der Körper braucht einfach Zeit. Man sollte den Weg der gesunden Ernährung gehen, ihn so schnell wie möglich beginnen, den der Weg ist lang – ein Leben lang.

In letzter Zeit habe ich oft gelesen: „Mach keine Diät, stell deine Ernährung um. Mach keine Cheatdays. Verarsche dich nicht selbst und gönn dir ab und zu etwas nicht so ganz gesundes (fürs Wohlbefinden/Gefühl/Gelüsterchen). Iss deinen Grundumsatz und nur ein paar Kcal weniger fürs Abnehmen. “

Doch genau bei dem Satz: „Gönn dir ab und zu etwas ungesundes wenn du Lust drauf hast. Verbiete dir nichts.“

Da vergesse ich, wer ich bin. Und damit meine ich jetzt nicht, dass ich einfach irgendwas in mich reinfuttere oder gar ins Binge Eating abrutsche – Nein! Ich vergesse meine Krankheit! Colitis Ulcerosa soll ja laut „Medizin“ nicht Ernährungsabhänging sein, was völliger Quatsch ist und jeder intelligente Mediziner der sich mit der Erkrankung richtig und lange beschäftigt sollte auch wissen, dass gerade ERNÄHRUNG einen großen Einfluss auf den Darm und somit auch auf das Immunsystem hat!

Derzeit nehme ich ca. 30mg Decortin, viel zuviel und schon viel zu lange. Ja ich habe Angst, Angst vor Nebenwirkungen (hab Wassereinlagerungen, tue mich eh schon hart mit dem Abnehmen, fühle mich aufgeschwemmt und verquollen, oft müde und schlapp) und auch den Folgeschäden für die Nebennierenrinde und mein Sehkraft.

Dringendes Ziel – Cortison MUSS WEG ! Also Ausschleichen… wieder einmal. Dauer = mehrere Wochen…

Wie es mir dabei und danach gehen wird? Ich habe keine Ahnung.

Ob es einen Schub auslöst? Wer weis, ich hoffe nicht.

Hab ich Angst? Ja. Ich will nicht, dass es mir wieder so schlecht geht wie im letzten Jahr. Ich will gesund sein und kann nur mit Ernährung, Sport und einer positiven Lebeneinstellung dagegen steuern und mein Bestes geben.

 

Doch zurück zu dem Satz mit dem „Gönn dir was!“. Ich darf es nicht, jedenfall nicht so wie es der „normale, gesunde“ Mensch versteht. Hier und da mal ne Pizza, Burger oder auch mal nen Stück Schokolade oder Eis. – Nein, sry.  Da reagiert mein Magen und mein Darm schlecht darauf und ich verarsche mich mit dem Cortison selbst. Das Decortin, gerade in höheren Dosen VERDECKT meine Krankheit. Es scheint alles normal zu sein, es legt die Symphtome lahm und gaugelt mir eine gesündere Darmtätigkeit vor. Ich könnte also theoretisch alles futtern was ich will und mich hintenherum aber total „krankfressen“.

Fällt das fremde Cortison weg – schafft es mein Darm „gesund“ zu werden oder zu bleiben? Reagiert er dann auch wieder auf diese ungesunden Lebensmittel?

Wir werden sehen – ich muss da tatsächlich durch.

Zwar steht die Hochzeit in knapp 3 Monaten an, aber ich darf auch deswegen meine Gesundheit nicht riskieren. Das sollte man nie!

Und was spricht gegen eine komplett gesunde, frische Ernährung? Nichts.

Nur die kleine Stimme im Ohr die sagt: „Boah ich hätte jetzt gern Schokolade.“

Da heisst es Alternativen schaffen (Obst, Gemüse, Nüsse) und Geduld haben, sich selbst umprogrammieren. Es wird klappen, ich weis das und ich will es auch. Da drücke ich mir selbst die Daumen. Auch werde ich hier von meinen Liebsten in jeder Hinsicht unterstützt und bin so dankbar, auch für den Fall, dass es mir wieder schlechter gehen würde bin ich sicher und gut aufgehoben.

Hinweis: Ich habe gestern gelesen, dass man als „Langzeit-Cortison“ Patient eigentlich einen „Cortison“ oder Medikamentenpass bei sich tragen müsste! Klingt logisch, denn wenn man einen Unfall hat und eigentlich wichtige Medis nimmt und diese dann nicht bekommt, kann das zu sehr sehr ernsten Komplikationen kommen. Doch dies hat mir noch KEIN EINZIGER meiner Ärzte gesagt oder einen gegeben! *Kopfschüttel*

Man soll diese auch in der Apotheke bekommen und da werde ich nachfragen.

 

Liebe Grüße

Signarita

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