Leben

1000 Fragen #11

1000fragen

 

Dienstag Morgen, frühstücke lecker meinen Frischkostbrei, stelle Teewasser auf und nehme mir bewusst die Zeit für die nächsten 20 Fragen.

201. Wie gut kennst du deine Nachbarn?

In dem kleinen Dorf in der Oberpfalz kannte ich damals als Kind jeden. Doch danach, egal wo ich hinzog, kannte man sich nur vom sehen oder grüßen. So gesehen „kenne“ ich keinen der Nachbarn. Habe aber auch nicht den Wunsch danach. Freundlich grüßen gehört sich trotzdem.

202. Hast du oft Glück?

Hm, im großen und ganzen würde ich mich jetzt als großer Glückspilz bezeichnen. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich auch das „kleine Glück“ sehen bzw. darauf achte. Das Glück liegt nicht unbedingt bei einem Lottogewinn (auf die Größenordnung legen ja viele wert), sondern auch auf so kleinen Dingen wie: der Lieblingsparkplatz beim Einkaufen ist frei, die Regenwolke zieht weiter wenn man gerade spazieren geht, der Schwiegervater bringt einem einfach frisches Obst mit, man entdeckt ein tolles neues Buch durch Zufall oder einen neuen Lieblingsfilm, der Liebste kommt früher nach Hause oder die eigene Katze (welche schüchtern ist und nicht gern kuschelt) kommt zu einem auf die Couch und stubst einen mit der Nase an. So Kleinigkeiten eben. Sie summieren sich im laufe der Tage, Wochen, Monate und Jahre. Das ist doch toll!

203. Von welcher Freundin unterscheidest du dich am meisten?

Jede ist auf ihre Art etwas ganz Besonderes. So gesehen unterscheiden wir uns alle, aber sind uns dennoch auch so ähnlich, weswegen wir uns auch so gut verstehen.

204. Was machst du anders als deine Eltern?

Ich lege vielleicht mehr Wert auf Bildung und versuche meine Kinder vorallem auch schulisch mehr zu ermöglichen. Wenn meine Kinder es auf das Gymnasium schaffen, sollen sie auch gehen, da wird nicht erst gefragt. Den Fehler habe ich damals gemacht, als 9 Jährige wird man sich immer für die „Freundinnen“ entscheiden, statt für den besseren Bildungsweg. *seufz* Ich wurde von meiner Mum gefragt ob ich wechseln will, ich wollte bei meinen Freundinnen bleiben – was sich im Nachhinein als Fehler für mich herrausgestellt hat. Ich mache meiner Mum keinen Vorwurf, dass sie mir die Wahl lies. Das war für damalige Zeiten schon sehr fortschrittlich.  Selbst würde ich es aber anders machen und meinem Kind Mut zureden, ihm/ihr sagen das es das Gymnasium schaffen wird und es sicher toll wird (und es natürlich hinschicken *hüstel*).

205. Was gibt dir neue Energie?

Urlaub bei meinen Eltern. Ich liebe das Waldgrundstück und bin dankbar für die Zeit in der ich als Jugendliche (ab 16 bis ich 21 war) dort leben durfte. Auch heute gibt mir die Natur dort soviel Kraft. Sie hat mich schon 2x in meinem Leben aus einer schweren Zeit rausgeholt und ich konnte von vorne beginnen.

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206. Warst du in der Pubertät glücklich?

Selten. Bevor wir auf das Waldgrundstück zogen, war ich eher depressiv und pummelig, zumindest in der Pubertät – als kleines Kind war ich glücklich und aufgeweckt.

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Die Zeit meiner Pubertät selbst fand ich furchtbar. Die Welt ging sicher ein paar mal die Woche unter und ich fühlte mich alleine, von anderen im Stich gelassen, hässlich und wusste nicht was ich in meinem Leben überhaupt anfangen soll. Die Clique in der ich war, war so wie alle anderen auch. Ich hatte kein Interesse am Rauchen, Saufen und so pummelig wie ich war hatte ich auch nie einen Freund zu der Zeit (im Rückblick bin ich froh drum). Da ich das alles ja nicht wirklich mitmachte, weils mir zu doof war, saß ich einfach nur dabei wenn wir uns mit den Mofas und Rollern abends am Sportplatz trafen. Es kamen alle Jugendlichen der umliegenden Dörfer dorthin. Es war immer das selbe und irgendwann war ich es leid und wollte nicht mehr hin. Ab dem Zeitpunkt war ich bei meinen „Freundinnen“ (die selben, weswegen ich nicht aufs Gym gegangen bin…) eh unten durch und mit der Tatsache, dass ich dank einem tollen Quali, als erste überhaupt die M10 besuchen und in einem Jahr den Realschulabschluss nachholen durfte, galt ich eh als Streber… Tja ja.

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Es gibt fast so gut wie keine Bilder aus meiner Jugendzeit. Meistens hatte ich die selben XXL T-Shirts und Pullover an (auch wenn ich sie nicht gebraucht hätte, hatte damals ca. 75kg). Meist lief ich mit dunklen /schwarzen Sachen rum und war keine der Modepüppchen.

 

207. Wann hast du zuletzt eine Nacht durchgemacht?

Oh das ist schon sehr sehr lange her. Und durchgemacht nie im Sinne von „weggehen, saufen und Disco“ – das war und ist nie meins gewesen, sondern es wurde  die ganze Nacht lang WoW gezockt, bis früh morgens. Manchmal sind wir auch garnicht mehr ins Bett und sind einfach wach geblieben.

208. Womit beschäftigst du dich am liebsten in deinen Tagträumen?

Tagträume *mal überleg*. Mit schönen Dingen. Ich denke an Filme und Bücher die ich gesehen oder gelesen habe. Denke an tolle Orte die ich noch sehen will.

209. Blickst du dich oft um?

Im Sinne von „ich habe das Gefühl verfolgt zu werden“? Ne, so gut wie nie. Oder ist damit gemeint, dass man sich seiner Umgebung bewusst ist und sie auch bewusst wahrnimmt. Sich umschaut und darauf achtet, was um einen herum passiert? Ja, das schon. Recht oft sogar. Ich finde es schön achtsam zu sein. Das bringt einen ins Hier und Jetzt. Und es hilft einem sich zu erden, bei sich zu sein.

210. Was wissen die meisten Menschen nicht über dich?

Das ich mal fast 100kg gewogen habe.

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211. Worüber hast du mit deinem Partner immer wieder Streit?

Wir streiten sehr selten und wenn dann eher über Missverständnisse, der eine versteht den anderen einfach falsch in dem Moment.

212. Worauf freust du dich jeden Tag?

Auf den Tag selbst. Es mag komisch klingen, aber jeder Tag bringt irgendetwas Tolles. Man muss es nur sehen und darauf achten.

213. Welche Freundschaft von früher fehlt dir?

Jojo fehlt mir. Ich hatte und hab sie immer noch sehr lieb.

214. Wie gehst du mit Stress um?

Psychisch versuche ich immer das Beste daraus zu machen und vorallem Ruhe zu bewahren. Körperlich bin ich da leider recht empfindlich, sprich meine Colitis meldet sich einfach ungefragt.

215. Gibst du dich gelegentlich anders, als du bist?

Selten. Meist versuche ich dann immer nett und freundlich zu sein/zu bleiben, obwohl ich ganz schön aus der Haut fahren könnte und mal auf den Tisch hauen könnte. Das habe ich früher öfter gemacht, aber mittlerweile ist mir die Harmonie wichtiger.

216. In welchen Punkten gleichst du deinem Vater?

Die „bellende Art“. Mein Dad wirkt auf den ersten Augenblick oft rau und er redet so als würde er schimpfen oder laut werden. Er meint es aber garnicht so, sondern drückt sich halt einfach so aus. Wenn er wirklich laut wird und schimpft, dann merkt man schon den Unterschied. Mir wurde oft nachgesagt, das ich diese Art zu reden auch hätte. Ich denke aus dem Grund, versuche ich jetzt immer eher leise und nett zu klingen. *grinst*

217. Kann man Glück erzwingen?

Nein, zwingen kann man es nicht. Aber man kann es vermehren und in sein Leben bringen/bitten. Alles was man aussendet kommt dreifach zu einem zurück. Sendest du Liebe, Freundlichkeit aus, wird man auch dir damit begegnen. Bist du achtsam und offen, entdeckst du immer mehr schöne Dinge um dich rum. Nimmst wundervolle Momente war, die glücklich machen. Das alles ist Glück. Der Moment des Glücklichseins.

218. Welcher Streittyp bist du?

Gibt es sowas? Ich mag Streit ganz und garnicht. Früher habe ich oft aus Verzweiflung auch mal geschrien. Einfach, weil ich nicht mehr weiter wusste. Immer wegen den selben blöden Sachen zu streiten, nichts ändert sich, das frustriert so. Heute bin ich eher der ruhigere Typ. Ich weine eher, als dass ich laut werde. Was ich ganz und garnicht mag – weglaufen. Einfach aus dem Streit abhauen und den anderen stehen lassen. Das hab ich früher auch gehasst und machte mich noch wütender. Zum Glück ist das in meiner jetzigen Beziehung nicht so. Wenn wir mal streiten, dann diskutieren wir das aus. Bis jetzt kamen wir immer zu einem Ergebnis. Was uns wichtig ist: spätestens nach 30 Minuten ist Schluss. Bis dahin ist alles wichtige gesagt und man dreht sich sonst nur im Kreis oder holt altes Zeug raus, was garnichts mehr mit dem Streit ansich zu tun hat. Und ganz wichtig bei uns: einer (meistens abwechselnd) geht zum anderen und nimmt ihn einfach in den Arm. Das wirkt Wunder !  Gerade bei mir. Auch wenn ich noch so wütend, aufgelöst oder verheult bin, wenn er herkommt und mich in den Arm nimmt – dann ist der Streit so gut wie vorbei.

219. Bist du morgens gleich nach dem Aufwachen richtig munter?

Fast. Generell bin ich kein Morgenmuffel. Wenn es mir sonst auch gesundheitlich gut geht, bin ich sogar recht früh wach und fit. Gehts mir gesundheitlich jedoch nicht so gut, dann wirkt mein Gesicht irgendwie verquollen und ich fühl mich träge und etwas lustlos. Aber ein Mufflon bin ich nie.

220. Wie klingt dein Lachen?

Hm da kann ich nur das zitieren, was andere sagen. Bis jetzt habe ich meistens gehört, dass es sympathisch oder süß ist. Das wurde mir generell zu meiner Stimme schon oft gesagt.

 

 

2 Gedanken zu „1000 Fragen #11“

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