Ernährung

Es geht ans Eingemachte !

fermentiere.jpg

Heute kam die frische Biokiste vom Paradieschen bei uns an und da packte ich die Gelegenheit gleich beim Schopf und machte mich zum ersten Mal ans Fermentieren. Sprich ich habe Gemüse milchsauer eingelegt. Zum Glück hatte meine Schwiegermutter im Keller noch so einige Weckgläser, welche ich ganz nach belieben befüllen darf.  Vorher natürlich schön heiss ausspülen, damit sich nicht unbeliebte Keime darin festsetzen und einem das Gemüse sprichwörtlich verderben.

 

fermentieren.jpg

Es wurde also fleißig geschnibbelt und geraspelt. Das beste Ergebnis für den Anfang bekommt man mit fein geraspeltem Gemüse. Später möchte ich mich noch an sogenannten Pickles versuchen, das kennt man z.B. von Gewürzgürkchen.

Heute habe ich mich an Karotte, Sellerie, Blumenkohl und Chinakohl versucht.

Nach dem Schnibbeln wird das Gemüse mit Salz ordentlich verknetet, damit sich schön Lake bildet, welche fürs Fermentieren unheimlich wichtig ist. Das Gemüse muss immer unter der Lakeschicht liegen, sonst kann es passieren, dass es oben anfängt zu schimmeln. Erstmal wäre es zwar nicht schlimm, da man diesen einfach abschöpfen kann, aber lecker ist es nicht wirklich.

Nachdem das Gemüse schön seine Lake gebildet hat, was bei Karotten recht schnell geht, da sie einen hohen Zuckeranteil haben und daher die Fermentation schnell vorantreibt, wird das Gemüse in die Gläser gestopft. Richtig schön festdrücken, damit die Luft entweicht und das Gemüse unter Lakeschicht bleibt.

Für die erste Woche in der die Fermentation stattfindet, habe ich die oberste Gemüseschicht mit Frischhaltefolie abgedeckt. Alternativ wären natürlich Weinblätter oder Krautblätter am besten, die hatte ich aber leider nicht da. Damit das Gemüse schön unter der Lake bleibt, wird es zusätzlich beschwert. Hierfür habe ich mit Wasser gefüllte Gefrierbeutel benutzt. Es gibt natürlich auch tolle „Gewichte“ extra fürs Fermentieren, aber diese müsste ich erst noch bestellen und dafür möchte ich erstmal wissen, ob ich überhautp mit dem Fermentieren zurecht komme und mir / uns das Gemüse auch schmeckt.

fermentieren1.jpg

Die Gläser lagere ich in unserem Vorratsraum neben der Küche. Dort hat es eine angenehme Raumtemperatur und sie stehen nicht direkt in der Sonne.

Sobald der Geschmack passt und das Fermentieren abgeschlossen ist, wird das Gemüse in kleinere Gläser umgefüllt und kommt in den Kühlschrank im Keller. Das stoppt den Fermentationsprozess und man kann sich immer wieder leckere, kleine Portionen fürs  Kochen, Salate oder Brotzeit holen.

Richtig spannend wird es, wenn man Kimchi herstellt. Das würde ich in nächster Zeit ja gerne mal probieren.

Natürlich habe ich auch für das Fermentieren ein Buch geholt und habe mich heute an die Rezepte aus „Fermentieren“ von C. und K.  Shockey gehalten:

fermentieren1.jpg

„Fermentieren ist eine der ältesten und einfachsten Methoden, um auf ganz natürliche Weise frisches Gemüse zu konservieren. Wertvolle Vitamine, Mineralien und Enzyme bleiben erhalten und der Geschmack ist unvergleichlich voll und aromatisch! Machen Sie fermentierte Köstlichkeiten ohne viel Aufwand zu Hause: Sie brauchen nur Einmachgläser, frisches Gemüse oder Kräuter, Salz und etwas Zeit, um aus Brokkoli, Kürbis, Rucola und Co. schmackhafte und gesunde Vorräte anzulegen, von denen Sie das ganze Jahr profitieren werden.

Purer Geschmack von A-Z in 140 kreativen Rezepten

Lernen Sie die besten Methoden und Rezepte aus 15 Jahren Erfahrung der Fermentier-Profis Kirsten und Christopher Shockey kennen. Schritt für Schritt erklären sie in ihrem Buch die Grundtechniken des Fermentierens und versorgen Sie nicht nur mit 140 abwechslungsreichen Rezepten – Sauerkraut, Kimchi, Pickles, Würzpasten, Relishes, Chutneys, Salsas -, sondern auch mit vielen Ideen, wie Sie die Schätze aus dem Glas vom Frühstück bis zum Dessert verwenden können!

  • das umfassende Handbuch für jeden Haushalt
  • probiotische, gesunde Lebensmittel selber machen
  • Grundlagenwissen und viele Tipps und Tricks für sicheres Gelingen
  • traditionelle und außergewöhnliche Rezepte zu 64 Gemüsesorten, Kräutern und Obst
  • von Basilikum bis Zucchini alphabetisch geordnet
  • Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Fotos und ausführlichen Beschreibungen
  • inklusive Fermentier-Pannenhilfe und Tipps zur richtigen Aufbewahrung
  • köstliche vegane, vegetarische und glutenfreie Rezepte, auch für die Paleo-Diät geeignet

 „Eine eindrucksvolle Ergänzung zu der wachsenden Literatur über das Fermentieren mit einem fundierten Überblick über alle Grundlagen und einem großartigen Rezeptteil.“

Sandor Ellix Katz, Autor von „The Art of Fermentation“ “

 

Ich finde das Buch richtig klasse und bin schon gespannt wie sich das Gemüse entwickelt.

Nicht vergessen: Immer kontrollieren ob das Gemüse noch von Lake bedeckt ist. Wenn nicht, runter drücken! 😉

 

Vielleicht habt ihr ja jetzt auch Lust bekommen zu  Fermentieren oder habt bereits Erfahrungen damit – dann würde ich mich freuen, wenn ihr diese mit mir teilt!

Liebe Grüße

Yvonne

 

 

 

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s