Leben

Heute im Interview: Claudi

Heute möchte ich euch eine ganz tolle, junge Frau vorstellen – Claudia Renner.

 

claudiarenner-26.jpgCopyright: Mathias Leidgschwendner

Sie ist nicht nur vegane Bloggerin, sondern auch Münchnerin mit Herz und Seele, Hundemama, Tierschützerin, vegane Ernährungsberaterin, Autorin ( „Rohvegan„), Yogalehrerin in Ausbildung, Podcasterin und Ökokriegerin.

Sie war eine der ersten Bloggerinnen die sich mit dem Thema vegan werden auseinander gesetzt haben und sie wurde damit eine Vorreiterin, Vorbild, Inspiration und Mutmacherin für viele die sich dieser Lebensweise angeschlossen haben.

Auf  claudigoesvegan gibt es ihren siebenjährigen Werdegang zur Veganerin zu bestaunen und auf claudidoesyoga kann man sie auch weiterhin auf ihrem „Claudi-Weg“ begleiten.

Schau vorbei – es lohnt sich!

Sie teilt nicht nur ihre Erfahrungen mit uns, sondern gibt auch nützliche Tips und macht Mut, rüttelt wach und schenkt uns dabei ihr freudiges, ansteckendes Lächeln.

Ich verfolge ihre Blog´s schon seit Jahren und freue mich über jeden neuen Beitrag. Umso mehr freue ich mich über das Interview, welches ich mit Claudi für euch führen durfte.

Sie ist eine bemerkenswerte Frau und ich hoffe ihr lernt bei ihr genau soviel wie ich in den vergangen Jahren. 🙂

Viel Spaß beim Lesen !

 

 

Deinen Blog claudigoesvegan gibt es mittlerweile ja schon seit 2011. War das damals eine spontane Idee oder gab es dafür einen Auslöser?

Auf meinem Veganblog hab ich am 03.01.2018 den letzten Beitrag geschrieben. Die ursprüngliche Idee war meinen Umstieg von vegetarisch essen auf vegan leben für mich festzuhalten.

 

Was war für dich die größte Hürde auf dem Weg zum Vegan sein?

Es gab keine, weil mich, nachdem ich „Tiere essen“ gelesen habe, Eier und Milch dermaßen abgeschreckt haben, dass ich sogar die letzten Schokoladenriegel verschenkt habe.

 

Diätformen, alternative Ernährungsformen. Gerade als Ernährungsberaterin liegt einem das Thema sehr am Herzen, da viele KundenInnen schnell abnehmen möchten. Gibt es Ernährungsformen bzw. Diäten die du dennoch empfehlen würdest z.B. Low Carb, Clean Eating, Rohkost oder gar Formuladiäten? Alles bio/vegan versteht sich. 🙂

Ja – und zwar so lange experimentieren und sich selbst ausprobieren, bis man den eigenen Weg gefunden hat. Bei mir ist das der „ClaudiStyle“. Ich komme immer mehr davon weg, eine Ernährungsform zu empfehlen. Vor allem pauschal und online. Dafür gibt es ja Ernährungsberatungen – denn Ernährungsweisen sind so individuell wie jedeR einzelne LeserIn hier. 😉

 

Kaloriendefizit. Du sagtest (aufgrund deiner Erfahrung und dem Buch Fettlogik), dass man solange man im Kaloriendefizit bleibt, man auch wirklich immer abnimmt. Was würdest du jemandem raten, bei dem das nicht der Fall ist (er/sie hat noch Übergewicht, ernährt sich aber gesund und treibt Sport)? Gibt es da nicht doch eine Art „Stoffwechsel“ der runter fährt? Oder sollte er/sie einfach Geduld haben?

Das ist bei allen der Fall. Stoffwechsel fährt m.E. nicht runter. Und je nachdem wie viel Geduld man hat, umso höher sollte das Kaloriendefizit angesetzt werden.

Mein Tipp: „Einfach“ mal eine Woche Ernährungstagebuch schreiben und WIRKLICH ALLES aufführen. Von den 100ml Haferdrink im Kaffee über den Esslöffel Dattelsirup im Müsli.

 

Proteinshakes (vegan, bio) zum Erhalt und Aufbau von Muskeln. Was hältst du davon bzw. Hast du schon Erfahrungen damit gemacht?

Nein, da ich keine Sportlerin bin. Ich hab mich aber damit beschäftigt und empfehle die Marke BeGreen

 

Jeder ist gern mal Kuchen und Süßes. Wie stehst du zum Thema Zucker? Ganz verzichten oder Alternativen nutzen, wenn ja was empfiehlst du?

Ich habe alles durch und mein Weg ist: Bewusster Konsum! Also wenn Kuchen, dann bewusst und achtsam und mit Genuss. Und ja – mit Zucker! Daheim habe ich keinen sondern verwende Dattelsirup. Der hat die gleichen kcal wie beispielsweise Reissirup, Ahornsirup, … – bringt aber die Nährstoffe die in Datteln enthalten sind mit.

 

Den eigenen Körper lieben. Hast du eine genaue Vorstellung von deinem „Traumkörper“ bzw. arbeitest du darauf hin oder lässt du ihn mittlerweile einfach so sein wie es ist? Heute spricht man ja oft vom „Körper definieren“.

So lange ich im „Normalgewicht“ bin, darf mein Körper so sein wie er will. Das war aber eine lange Reise und hat viele psychische und physische Hochs und Tiefs mit sich gebracht. Mittlerweile sind wir auf dem Weg zu einer innigen Freundschaft, mein Körper und ich.

 

Hattest du überlegt, statt der „veganen“ Ernährungsberaterausbildung eine staatliche Ausbildung zu machen z.B. Diätassistentin oder kam das erst garnicht in Frage?

Nein, nie. Da ich Produkte tierischen Ursprungs für ungesund halte (zumindest in der Art, Weise und Menge wie sie meist konsumiert wird) und daher auch gar nichts darüber lernen mag.

 

Yoga und Bewegung. Oft sieht man ja super gelenkige Frauen die Yoga machen. Doch was rätst du Anfängerinnen denen diese Flexibilität fehlt und z.B. nicht zu den Zehen kommen oder die Brücke (Sethu Bhandasana) schaffen? Feht da nur die Kraft, sind die Sehnen und Bänder zu kurz oder hilft da einfach nur Geduld und Übung?

Ich finde es fürchterlich, dass überhaupt Fotos in Yoga-Posen verbreitet werden. Für mich hat Yoga nichts mit Sport zu tun und auch nichts mit Ehrgeiz. Sobald der Ehrgeiz mit auf die Matte geht, wird Yoga zum Sport. Aber für mich ist es Philosophie, eine Lebensweise. Entspannung pur. Und somit auch bestens für Anfänger jeden Alters geeignet. Ich übe mit meiner Oma mit Hilfe eine Stuhls und genauso gern mit der Tochter einer Freundin. Yoga ist für alle da. Hört bitte auf euch Fotos von Tänzerinnen und Models anzuschauen!

 

Ist jeder körperlich dazu in der Lage Yoga zu praktizieren oder gibt es Grenzen, da jeder anatomisch etwas anders gebaut sein kann?

Ja, der Yoga hat sich ganz einfach dem Schüler anzupassen – und nicht andersrum. Daher bin ich eine große Freundin von Privatstunden. Hier kann die Lehrerin/ der Lehrerin individuell eingehen.

 

Yoga ist mehr als Bewegungsabfolgen und Atmen, es ist ein Lebensstil. Was ist das Tiefgreifenste was Yoga bei dir körperlich und seelisch in deiner Entwicklung bewirkt hat?

Das möchte ich nicht direkt beantworten, denn beide Wirkungen sind da. Wer meinen Weg verfolgen mag, der schaut gern auf meinem Yogablog vorbei. Hier gibt es einiges zwischen den Zeilen zu lesen.

 

Yoga, Religion und Glaube. Verbindest du deinen Glauben/Religion mit Yoga oder lebst du deinen Glauben auf eine andere Art aus? Ist Glaube und Religion somit für dich wichtig, wenn ja in welcher Form?

Nein und nein und nein 😉

 

Wie stehst du zu Karma und Wiedergeburt ansich? Wird ein schlechter Mensch automatisch als ein „Mistkäfer“ wiedergeboren? 😉

Alles was wir tun hat eine Wirkung“ (Stephanie Schöneberger)

 

Gerade als Veganer oft ein Thema – „Wut über die Tierquäler/Fleischindustrie oder generell die Gewalt auf der Welt“. Hast du Tage, an denen du über den „bösen Taten der Menschen auf der Welt“ richtig verzweifelst und wenn ja, was tust du dagegen? Weinen, meditieren, Yoga, ablenken, aktiv werden oder passiv bleiben? Vielleicht hast du ja ein paar Tips für uns.

Das erste halbe Jahr als Veganerin war krass. Nach sieben Jahren nun kann ich gut damit umgehen. Ich habe mich immer auf meinem Veganblog ausgetobt, mit gleichgesinnten FreundInnen gesprochen und bin im Sinne von Tierrechts-Veranstaltungen (Infostände und Demos) aktiv geworden. Weinen ist immer gut – egal in welcher Lebenslage. Das löst Verspannungen. Was hingegen nichts hilft ist mit Menschen zu diskutieren, die (noch?) nicht bereit sind. Ich werde andere nicht verändern – aber kann sehr wohl vorleben was und wie ich es für richtig halte.

 

Nachhaltigkeit. Wie weit würdest du gehen oder gibt es für dich Grenzen? Stichwort: Klopapier, Zero Waste, Verpackungsfrei einkaufen und No-Poo.

Meine Laster: Notebook, iPhone, Auto. Ich geh im Biomarkt einkaufen aber bin weit entfernt von plastikfrei. In Sache Umwelt könnte ich mehr tun, freu mich aber einfach darüber wie viel Ressourcen ich aufgrund der veganen Lebensweise rette. 1 Kilo Rindfleisch macht 15.000 Liter Wasser und 16 Kilo Getreide. Puh… Hierzu kann ich den Film Cowspiracy empfehlen!

 

Gibt es etwas, was du meinen Leserinnen und Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?

Meine „Gedanken zum Schluss“ ❤

 

Danke für das Interview liebe Claudi! Mögest du immer gesund und glücklich sein und mögen sich deine Träume erfüllen! Ich wünsche dir eine tolle Zeit und freue mich auf weiter tolle Beiträge auf deinem Blog!

 

Ganz liebe Grüße

Yvonne

 

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