Ernährung

Vitalstoffreiche Vollwertkost

Wie bereits angekündigt kommt nun der große Eintrag über die vitalstoffreiche Vollwertkost. 🙂

  Photo by Mariana Medvedeva on Unsplash

Im Zuge meiner Erkrankung beschäftige ich mich sowieso schon mit allen möglichen Ernährungsformen und auch aufgrund meiner Ausbildung zum Personal Trainer ( welcher auch den Ernährungsberater beinhaltet), bin ich eifrig am lernen und am neues entdecken.

Nun neu ist es zwar nicht, und auch ich hatte mich im Prinzip schon in auf diese Art ernährt, aber nun hat diese Ernährungsform auch für mich einen Namen:  vitalstoffreiche Vollwertkost.

Erst klingt es vielleicht etwas hochtrabend oder gar zu „öko“, manch einer hat dann „Müslif**“ im Kopf – leider. Aber dem ist garnicht so.

Es geht darum sich so gesund und ursprünglich wie möglich zu ernähren. Paleo geht auch in diese Richtung, ansatzweise.

Im Kern geht es darum die Nahrung, bzw. das LEBENSmittel so naturbelassen wie möglich zu sich zu nehmen.  Keine Inhaltstoffe die man nicht „aussprechen“ kann, Zucker, Weizenpampe und künstlich hergestellte Nahrungsmittel – kein Fast Food.

Selbst Gemüse sollte so schonend wie möglich zubereitet werden, z.B. mittels garen/dämpfen oder am besten Roh.  Denn der Frischkostanteil sollte so hoch wie möglich sein. Sprich, umsomehr Rohkost um so besser für den Körper und die im Darm lebenden Bakterien.

Auch Milchprodukte werden aufgeführt, vorallem Sahne (nichts fettreduziertes), alles bio und so „naturbelassen“ wie möglich. Keine ultrahocherhitzte H-Milch und deren Produkte.

Nichts denaturiertes !

Fleisch spielt keine große Rolle bzw. soll so weit es geht reduziert oder gar gemieden werden. Das begrüße ich natürlich sehr. Die wenigstens Verbraucher wissen, dass sogar in ihrer Wurst auf dem Brötchen raffinierter Zucker enthalten ist. 😉 Geschweige denn von der ganzen anderen Pampe die man sich dadurch einverleibt.

Eine große Rolle spielt der Frischkornbrei. Kein vorgeschrotetes Müsli, sondern selbst gemahlen, frisch und lecker !

Es fördert die Darmaktivität, bindet Schlacken und Giftstoffe und reinigt den Darm. Zu dem ist es ein tolles Futter für unsere Bakterien und Ballaststoffreich – sprich weniger Durchfall. 😉

Hierzu mahlt man das Korn selbst, welches man zum Glück schon in allen möglichen Geschmacksrichtungen wie Dinkel, Buchweizen, Kamut, Hafer etc. als volles Korn in Bioläden zu kaufen kann. Ich habe mich zum testen für Dinkelvollkorn und Buchweizenmilch für den Brei entschieden. Grünkern zum „Kochen“ z.B. für Bratlinge.

 Um selbst frisches Korn (es muss KEIMFÄHIG sein, dann sind noch alle Nährstoffe weitestgehend enthalten und es ist nicht bereits „tote Nahrung“) mahlen zu können, habe ich mir verschiedene Getreidemühlen angesehen.

Gerne hätte ich so eine gehabt, aber für den Anfang war mir die Anschaffung zu teuer, bzw. sie für mich alleine zu groß.Wer weis was das Jahr noch bringt? Und wenn die Ernährung nun so gesundheitlich durchschlägt, werde ich mir eine kaufen ! 🙂

 Also habe ich mich vorerst für eine kleine elektrische Mühle entschieden, welche neben Bohnen und Nüssen eben auch Getreide mahlen kann. Da ich selbst nur 2-3 Esslöffel pro Mahlzeit benötige, ist diese völlig ausreichend und sie ist so klein, dass ich sie sogar mit auf Reisen nehmen kann. Leider ist sie halt aus Plastik und nicht aus schönem Holz… tja wenn man immer alles so haben könnte wie man will.

 Daraus mahle ich mir morgends nun mein Getreide und mache mir einen leckeren Frischkornbrei.

 Hierfür benötige ich 2-4 Esslöffel ( je nach Portionsgröße) Dinkel oder anderes volles Getreide und mahle es mit meiner Mühle fein.  Persönlich erwärme (nicht erhitzen oder kochen) ich gerne meine Milch, dadurch ist der Brei warm und leichter zu verdauen.

Zurzeit habe ich eine leckere Buchweizenmilch von Hofgut Storzeln. Sie schmeckt mir sehr gut und ich probier auch fleißig andere Sorten aus, welche nicht gerade  Soja enthalten. Dinkel ist auch sehr lecker. 😉

Ich gebe soviel Milch hinzu und lass es quellen bis mir die Konsestenz passt, ca. 5-10 Minuten.

 Darüber streue ich noch etwas von der Ayurveda Gewürzmischung von Heuschreck und raspel mir einen Apfel (mit Schale) hinein und je nach Saison Obst nach Belieben. Es gibt ja sooo viele Möglichkeiten. Lecker!

 Mittags und Abends gibt es bei mir Frischkost, sprich einen großen Salat, mit allem was das saisonale Bioregal hergibt. Man kann nach Lust und Laune schlemmen. Und das schöne nebenher ist, Salat bzw. Rohkost hat sowenig Kalorien, dass man von der Menge her kaum was falsch machen kann. 😉

Wichtig hierbei ist aber auch, dass man gut mit den Fetten kombiniert. Hochwertige, native Öle und Nüsse runden das Ganze ab und helfen unserem Körper dabei die nötigen Vitamine aufnehmen zu können.

Heute habe ich mir im Paradieschen extra Nachschub geholt und darauf geachtet, dass z.B. beim Himbeeressig kein extra Zucker enthalten ist.

Früher war ich ein großer Fan von „Salata“ – Essig. Er schmeckte einfach herrlich. Schon klar… es waren Zuckerstoffe beigemengt und somit schön süß. Diesen habe ich jetzt komplett gestrichen.

Als Öl verwende ich gerne native Olivenöle. Hier mit Orangenextrakt.  YAMMY !

Auch mache ich mir nun vermehrt Obst in den Salat wie z.B. Orangenschlitze oder Beeren.

Was die Zwischenmahlzeiten angeht, bin ich durch Dr. Bruker und die VV Kost weg vom Trockenobst.

Es ist zwar „gesünder“ als normale Süßigkeiten, aber durch die konzentrierte Süße der Fructose meist schwerer zu verdauen und kann zu Problemen führen.

Im späteren Ernährungsverlauf, mit gesunder Darmflora ist es aber kein Problem Trockenfrüchte wie z.B. Datteln etc. für selbst gemachte Süßspeichen zu verwenden. Ein Dörrgerät wäre hier natürlich ein Traum.

Ja auch Süßspeisen gibt es in der VV Kost und das nicht zu knapp. Keine Sorge, da muss man nicht ein Leben lang darben. 🙂

Zucker allerdings ist tabu und zwar in jedweder Ausführung ! Und das ist auch gut so. Denn Zucker fördert nicht nur die Entzündungen, nein man füttert damit auch die unliebsamen, bösartigen Darmbakterien. Es kommt zu Gärungsprozessen und Fäulnis. Ganz zu Schweigen von den ganzen Nebenwirkungen (Diabetes, Stoffwechselerkrankungen) oder der regelrechten Sucht nach Süßem.

Also WEG DAMIT ! 🙂

Die einzige Alternative die ich auch verwenden werde (natürlich, bio, regional) ist Honig. Aber in ganz geringer Menge und nur die beste Qualität.

Nun wie vertrage ich das Ganze?  Sehr gut ! 🙂

Mittlerweile bin ich 1 Woche dabei. VV Kost und weg von Zucker, Weizen und co.

Und mir geht es blendend !  Ich habe keinen Blähbauch, keinen Durchfall, kann regelmäßig aufs Klo und spüre keine Schmerzen im Bauch. Anfangs gab es etwas Zwicken im Darm und die ersten Tage waren keine Freude auf dem Klo, da der Darm diese „feste Kost“ nicht gewohnt war. Folglich Blut und Schmerzen. Aber nun ists wie es sein sollte – klasse ! 🙂

Oft liest man ja von Problemen bei der Umstellung auf Frischkost, doch was die meisten nicht wissen oder bedenken:  es ist die Kombination der Lebensmittel und vorallem der Zucker (welcher fast überall drin ist, was nicht „natürlich“ ist) der im Darm zu Problemen führt und die Salate, Gemüse und co. zur Gärung bringt und einen mit Blähungen quält.

Auch sollte eigentlich bekannt sein, dass man Salat immer längere Zeit VOR der  „warmen Mahlzeit“ essen sollte, da dieser sehr viel schneller verdaut wird als z.B. ein fettes Käse Steak, was übrigends eine riesen Belastung für den Magen – Darmtrakt darstellt und nur mit Mühe ordentlich verdaut wird – daher auch „schwer im Magen liegt“. Isst man nun den Salat hinterher, wird dieser zu schnell verdaut und quääält sich mit dem Käsesteak um die Wette durch die Darmpassage. Folge: der Salat gärt schon im oberen Magen-Darmtrakt und führt zu unangenehmen Gasbildungen, da er nicht schnell genug weiter transportiert werden kann.

Folglich denkt jeder:  Bauchschmerzen + Blähungen = Ich vertrage keine Rohkost. Punkt.

Aber dem ist nicht so.

Auch Kaffee und Säfte und co. können vermehrt zu Gasbildungen führen und sollten daher auch gemieden werden. Säfte zudem, weil sie „nach Bruker“ nicht mehr den vollen Umfang an Vitaminen enthalten wie ganzes Obst. Auch fehlen die Ballastoffe und wichtigen Nährstoffe, die im Fruchtfleisch und vorallem unter der Schale zu finden sind.

Persönlich habe ich nichts gegen ein paar Gläser Saft hin und wieder, sofern sie selbstgepresst sind z.B. mit dem Entsafter.

Auch ist es generell ratsam oder sogar notwendig während den Mahlzeiten NICHTS zu trinken, da man den Magensaft verwässert und die Gallenblase somit Schwerstarbeit leisten muss um die Nahrung ordnungsgemäß mit der nötigen Konzentration an Magensaft zu versorgen.

Wer das Gefühl hat beim Essen sei alles zu trocken – der kaut nicht richtig und speichelt die Nahrung nicht ordentlich ein.

Es mag alles anfangs etwas schwerer zu verdauen sein. Doch sehr gutes, langes und vorallem gründliches Kauen ist da schon die halbe Miete. Zudem kann man es auch mit einer Metapher vergleichen.

Wenn man jahrzehntelang mit einem Hammer auf Kieselsteine (Fast Food etc.) klopft und dann große Mamorblöcke vor einem auftauchen, benötigt Übung und Training um stark genug zu werden, um schlussendlich diese auch zu schaffen. Unsere Muskeln,  „unser Darm“,  sind über die Jahre verkümmert und oft nicht in der Lage sofort die gesunde, frische Nahrung zügig und stark zu verdauen. Übung macht den Meister. Ist doch irgendwie logisch oder nicht.

Und wie es bei allem im Leben so ist –  Übung und Training machen einen stärker, gesünder und den Körper fitter – auch den Darm.

Auch wird oft gesagt, gerade bei Darmerkrankungen soll man Schonkost essen, da man den Darm sonst unnötig reizen würde. KAUEN ! Man soll ja die Kerne und Fasern nicht unzerkaut schlucken. Nicht nur Dr. Bruker auch viele andere Verfechter der Vollwertkost belegen durch jahrelange Erfahrung mit Patienten, dass gerade Schonkost NICHTS für einen kranken Darm ist und sogar negative Auswirkungen haben kann.

Ich spreche jetzt nicht von einer Magen-Darm-Grippe. Da isst man intutiv weniger und schonender. Dennoch benötigt der Körper auch hier die Ballaststoffe um die schädlichen Stoffe, welche er mit dem Durchfall raustreiben möchte, zu binden und den Darm davon zu reinigen. Zudem benötigt man die Energie um gesund zu werden.

Dr. Brukers Assistentin Ilse Gutjahr hat auch 2 sehr gute Bücher in seinem Sinne geschrieben und vermögen das Thema VV Kost gut zu erklären.

Die vitalstoffreiche Vollwertkost

Das große Dr. M.O. Bruker Ernährungsbuch

 

Da mir persönlich aber vorallem die vegane Kost am Herzen liegt und ich selbst auch merke, dass mir tierische Produkte wie Käse, Sahne und co. gesundheitlich nicht gut tun, habe ich nach Alternativen gesucht und auch gefunden. Ich bin vorallem von diesem Buch begeistert:

Vegan & Vollwertig geniessen

Es vermittelt genau die Art von Vollwertkost die ich mag und ist voll mit leckeren Rezepten und auch der Infoteil ist sehr gut geschrieben. Für jeden, der sich mit diesem Thema befassen möchte und das auf eine vegane Art und Weise, ist dieses Buch wie gemacht.

Zudem habe ich mir noch folgende Bücher geholt:

Vegane Vital Kost

Auch ganz gut gemacht und der Infoteil ist gut umgesetzt. Allerdings fehlen mir hier bei manchen Rezepten einfach die Bilder.

 

Das große Rohkost-Buch

Eine Rohkostbibel schlechthin und vollgepackt mit Infos rund ums Thema Rohkost, vitalstoffreiche Ernährung und es hilft vorallem bei der Umstellung.

Wichtig bei der Umstellung und generell beim Essen von Rohkost bzw. Frischkost:

  • KEIN Zucker (oder ähnliches)
  • keine Auszugsmehle !
  • gut und laaaange Kauen
  • Geduld mit sich und seinem Körper
  • DURCHHALTEN ! Kein “ ach ich ess jetzt dazwischen mal nen Käsekuchen“ oder “ der Schokoriegel oder Schoko-Latte-Macchiato geht doch dazwischen mal“ – das gönn ich mir. NEIN ! 🙂 Das wirft einen zurück an den Anfang und kann unter Umständen (ich spreche jetzt von CU und co.) sofort bzw. binnen ein paar Tagen zum erneuten Schub führen und dann fängt man wieder von vorne an.
  • kein Trinken während den Mahlzeiten
  • alles muss frisch, bio und am besten saisonal sein
  • Getreide muss frisch gemahlen werden, nicht vorportionieren !

Gönne es dir und deinem Körper, fülle deinen Geist nicht nur mit gesunder und energiereicher Nahrung, sondern auch mit schönen, positiven Gedanken!

Körper + Geist + Seele alles ist Eins und gehört zusammen.

Ganz im Sinne von „Lass Nahrung dein Heilmittel sein“ und “ In einem gesunden Körper fühlt sich auch die Seele wohl“.

Nun das war aber mal ein langer Eintrag. Ich hoffe ich konnte dem ein oder anderen dabei helfen. Oder einen neuen Anstoß zu geben, auch sich selbst mal mit der eigenen Ernährung auseinander zusetzen. Vielleicht gibt es auch den ein oder anderen CU Patienten, der ähnliche Erfahrungen gemacht hat oder im schönsten Fall, es hat ihm dadurch auch geholfen gesund zu werden.

Ich wünsche euch jedenfalls ein gesundes und vorallem glückliches Leben. Frei von Krankheit und mit einem Geist voll Lebensfreude !

Ganz liebe Grüße

Eure Yvonne

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