Leben

Das neue Jahr im Krankenhaus.

 

Na so fängt das Jahr ja toll an, man landet erstmal im Krankenhaus. Dann auch noch allein auf der Isolierstation

Aber es kommt wie so oft im Leben! Etwas das man anfangs für furchtbar hielt und es durchaus schmerzhaft und beängstigend war, entpuppte sich als eine der besten Erfahrungen die ich im Leben machen durft – es hat mein Leben verändert.

Doch wie kam es eigentlich dazu?

Nun aufgrund meiner Erkrankung hat mein damaliger Gastrologe „Azathioprin“ verschrieben, ein Megahammer und eigentlich auch vorrangig für Transplantationen gedacht. Ein Graus…. innerhalb von ein paar Tagen über Weihnachten und Silvester bekam ich solch starke Oberbauchschmerzen, dass ich nicht mehr wusste wo oben und unten ist.

Auf Drängen meiner Mum und meines Liebsten, fuhr er mich doch spät abends noch ins Krankenhaus. Ich konnte mich kaum auf den Beinen halten, hatte Schweißausbrüche, Schüttelfrost und musste mich ordentlich übergeben. In der Notaufnahme dachten sie gleich ich hätte den Noro-Virus und verfrachteten mich allein auf die Isolierstation – mein Glück im Unglück. 🙂

Es wurden mir starke Schmerzmittel verabreicht ( auf das erste reagierte ich allergisch – man vergaß aber mir in die Akte zu schreiben was es war *seufz*) und hochdosiert Kortison und täglich 3-4 Flaschen Infusionslösung. Nun folgenten die üblichen Untersuchungen, MRT, Röntgen etc. und erst eine Magen-Darmspiegelung am folgenden Tag zeigte eine schwer „Bauchspeicheldrüsen-Magen und Zwölffingerdarmentzündung. Die volle Dröhnung. Ich schlief nur noch vor mich hin und war die ersten Tage wie ausgeknipst.

 

Danach wurde es aber immer besser und es ging mir soooo  gut wie schon lange nicht mehr. Ich konnte wieder normal aufs Klo und hatte keine Schmerzen mehr.  Ich genoß diese Zeit richtig. Allein auf dem Zimmer, in einer ruhigen Ecke des Hauses und mit einem wundervollen Blick über Gelnhausen. Es war  so schön still und ich beobachtete meist stundenlang die Natur, die Straßen und den nahegelegenen Wald. Es schneite und stürmte, ich genoß alles. Zwar hat es einige Tage gedauert, bis ich der Küche verständlich machen konnte, was „vegane Schonkost“ bedeutet, aber es war im Nachhinein garnicht mal so schlecht – schlicht und einfach.

In den letzten 2 Tagen steigerte sich mein Wohlbefinden bis in eine Art Euphorie. Ja, man liest des öfteren von „Höchenflügen“ bei hochdosierter Cortisongabe und mir ging es auch so. 100mg waren es bei mir, die mir halfen nicht nur in eine Phase der Remission und Ruhe zu rutschen, nein sie bewirkten bei mir sogar einen Lebenswandel.

Daraufhin ordnete ich mein Leben neu, räumte so richtig auf und fand eines meiner Lebensziele und bin.

Nun bin ich einfach nur glücklich diese Erfahrung gemacht haben zu dürfen und denke manchmal, aber nur manchmal daran wie schön es wäre nochmal ein paar Tage vielleicht dort zu sein. 🙂 Doch alles passiert zu einem bestimmten Zeitpunkt und hat einen bestimmten Zweck.

Jetzt bin ich an der Reihe, mein Leben danach so schön, glücklich und mutig weiter zu leben.

Meine Zukunft ist jetzt oder wie man so schön sagt:  „Der Weg ist das Ziel!“

Liebe Grüße

Yvonne

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